¿Nur¿ Varroa-Milbe

Imker blieben von ¿Bienen-AIDS¿ verschont

„Bienen-AIDS“ ist unter Imkern ein derzeit geflügeltes Wort. In der Schweiz und in Deutschland starben Zigmillionen Bienen an einer rätselhaften Krankheit, in Amerika sind bis zu 70 Prozent der Tiere tot. In Oberösterreich gibt man derzeit Entwarnung. Bei uns hat „nur“ die Varroa-Milbe im Winter zugeschlagen.

„Bis zu 30 Prozent der Bienenpopulation haben bei uns den Winter nicht überlebt. Aber das war die Varroa-Milbe und kein Bienen-AIDS. Das ist durchaus normal und wird übers Jahr ausgeglichen“, so Christian Boigenzahn vom Imkerbund in Linz. Ob der Enns halten 7000 Imker an die 80.000 Völker. Während man in der Schweiz rätselt, ist man in den USA ziemlich sicher, dass die Bienen wegen gentechnisch veränderter Pflanzen sterben. Diese enthalten Fraßgifte gegen Schädlinge, die auch in den Pollen wirken.

Bei uns kämpfen die Imker eher mit Nachwuchssorgen. Nicht mehr überall stehen Bienenstöcke herum. Deshalb gibt es Imker, die ihre Stöcke „verleasen“. Sie werden auf Obstplantagen gestellt, damit die Bienen die Bestäubung erledigen.

 

 

 

Foto: Reinhard Holl

Samstag, 15. Mai 2021
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