18.04.2007 16:16 |

Atom-Vorsorge

Radioaktivitäts- Messtechnikübung in NÖ

Zu einer nicht alltäglichen Übung sind am Mittwoch zahlreiche internationale Experten in Eggendorf im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich zusammengekommen. Auf dem Katastrophenhilfe-Übungsplatz "Tritolwerk" des Bundesheeres beginnt eine insgesamt fünf Tage dauernde Internationale Messtechnikübung I.S.I.S (In-Situ Intercomparison Scenario). Geprobt werden zehn radioaktive Notfallsituationen.

"Einsätze in Notfallszenarien - Messung von Radioaktivität" so der Schwerpunkt der Übung, die in Wettbewerbsform durchgeführt wird. Indiziert wurde die am Montag gestartete Veranstaltung von den Austrian Research Center GmbH - ARC mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sowie der ABC-Abwehrschule des Bundesheeres. Die Tests basieren auf den Erfahrungen der InSitu Gammamesskampagnen sowie internationaler Strahlenschutzübungen. An dem Wettbewerb nehmen insgesamt 200 internationale und 100 heimische Experten teil.

Die Teilnehmer müssen dabei am speziell ausgestatteten Katastrophenübungsplatz des Bundesheeres an mehreren Schadstellen Dosisleistungsmessungen und gammaspektrometrische Messungen durchführen. 58 Mannschaften aus 25 Nationen sind vertreten. Die Teams stammen dabei unter anderem aus den USA, Australien, Iran, Israel, Japan, Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich oder Österreich.

Erprobt werden soll aber auch die Kooperation untereinander und in Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit staatlichen Organisationen Evaluierungen eingehoben werden. Ein weiterer Zweck ist außerdem, die internationalen Arbeitstechniken am Beispiel von Zwischenfällen mit radioaktivem Material zu dokumentieren und zu analysieren. Das Medieninteresse war bei einer vorweg gezeigten "Leistungsschau" äußerst rege. Besonders viele Vertreter hatten sich aus Japan eingefunden.

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