15.04.2007 15:46 |

Beinahe ertrunken

Bub nach Sturz in Biotop in Lebensgefahr

Um das Leben ihres jüngsten Kindes zittern Eltern aus Molln in Oberösterreich. Michael war beim Spielen seinen älteren Geschwistern "davongelaufen" und in das Biotop bei den Nachbarn gestürzt. Die Kinder bekamen von dem Unglück nichts mit, erst der besorgte Vater fand seinen reglosen Sohn, konnte ihn auch wiederbeleben.

Die fünfköpfige Familie aus Molln war am Samstag im Ortsteil Ramsau bei den Großeltern zu Besuch. Die Erwachsenen gingen nur kurz ins Haus, während Michael, seine sechsjährige Schwester und sein fünfjähriger Bruder mit den Nachbarskindern draußen spielten.

Unbemerkt lief der Knirps ums Doppelhaus aufs Nachbargrundstück. Dort zog ihn das drei Meter große Biotop magisch an, in dem Frösche herumsprangen. Michael kam zu nahe an den Rand, stürzte kopfüber ins eineinhalb Meter tiefe Wasser. Seine nur 35 Meter davon entfernt spielenden Geschwister bekamen das Drama nicht mit.

Erst Wolfgang G. (31) fiel auf, dass sein Jüngster weg war. Der besorgte Vater suchte und fand Michael, der mit dem Kopf nach unten im Wasser trieb. Sofort holte er den Buben an Land, begann mit der Wiederbelebung. Um ihn stand die besorgte Familie. Noch vor Ort konnte das Team des Rettungshelikopters "C10" den Buben ins Leben zurückholen. In künstlichem Tiefschlaf wurde der Bub ins AKH Linz geflogen, wo er auf der Intensivstation liegt.

Von Markus Schütz, Kronen Zeitung; Symbolbild

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