Irrungen im Phönix

Eine irrwitzige Fata Morgana

Zwillinge stiften seit Donnerstag im Linzer Theater Phönix Unruhe. Shakespeares „Komödie der Irrungen“ kokettiert in der Bearbeitung von Henry Mason mit Slapstick nach Stummfilmtradition und Volksstückeinlagen. Das Ensemble „His Majestys Players“ macht die brisante Mischung zum Theatervergnügen.

William Shakespeares „Komödie der Irrungen“ gilt als sein erstes Meisterwerk. Es lässt sich heute gut an den Unterhaltung fordernden Zeitgeist anpassen. Für seine Bearbeitung hat Regisseur Henry Mason auch an der Sprache gefeilt.

Im Mittelpunkt stehen zwei Zwillingspaare, die nicht wissen, dass es ihre Doppelgänger gibt. Der Slapstick scheint in der Urfassung schon angelegt, mit einem Auge auf Buster Keaton & Co lässt sich da noch mehr Hektik und Situationskomik herausholen. Mason steigert die Mischung aus Gaunerei, Verwechslung und Eifersüchtelei zur irrwitzigen Fata Morgana.

Das Ensemble begeistert durch enorm wendiges, energetisch aufgeladenes und präzises Spiel; u. a. Barbara Willensdorfer (Adriana), Simone Neumayr (Luciana), Sven Kaschte (Antipholus) und Reinhold G. Moritz (Dromio). Die humorvolle Inszenierung kann auch als Vorgeschmack auf die unbeschwerte Sommertheatersaison gesehen werden.

Weitere Vorstellungen bis 21. April

 

 

 

Foto: Herzenberger

Sonntag, 16. Mai 2021
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