Trio geständig

Drei Buben zündeten ihre Schule an

Teuer kommt drei 14-jährige Buben aus Ottensheim ihr feuriger „Spaß“ zu stehen. Sie hatten die Garderobe der Hauptschule angezündet, wodurch mindestens 50.000 Euro Schaden entstand. Jetzt konnte die Polizei das Trio überführen. Unter Tränen entschuldigten sich die Viertklassler. Ein Motiv konnten sie nicht angeben, ihnen war einfach langweilig, und als sie das offene Fenster zur Garderobe sahen, „schalteten sie ihr Hirn aus“.

Die drei „dicken Freunde“ waren am letzten Osterferien-Tag vor der Schule beim Ball spielen gesehen worden, bevor es brannte. Und das Trio war auch auf den Fotos, die Ottensheimer Polizisten von den Schaulustigen aufgenommen hatten. Die Beamten konfrontierten die 14-Jährigen auch mit Fingerabdrücken vom Tatort - da gestanden die Buben kleinlaut.

Wegen Reinigungsarbeiten stand ein ebenerdiges Fenster zum Lüften offen, dort waren sie eingestiegen. „Dann hat unser Hirn ausgesetzt“, gaben die Brandleger zu. An vier Stellen hatten sie Kleidung angezündet.

Unter Tränen entschuldigten sich die bisher unauffälligen Buben beim Direktor. „Die Gemeinde-Versicherung übernimmt den Schaden, fordert ihn aber von den Schülern zurück. Und es gibt eine Anzeige“, so Schulleiter Richard Leckel. In der Schule will man das Geschehen „leidenschaftslos“ aufarbeiten. „Die anderen Kinder sollen aus den Fehlern ihrer Kollegen lernen“, so der Direktor. Die drei Zündler werden in ihrer Freizeit auch beim Aufräumen in der Schule mitarbeiten.

 

 

Symbolfoto: Klaus Kreuzer

Dienstag, 15. Juni 2021
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