10.04.2007 11:47 |

Trotz Klimawandel

Jeder Zweite hat ein Auto

Dem Klimawandel zum Trotz nimmt auch in Österreich der Kraftfahrzeugbestand weiter zu: Ende 2006 waren insgesamt 4,2 Millionen Pkw zugelassen, um 1,2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Statistisch gesehen ist damit jeder zweite Österreicher im Besitz eines Autos. Mittlerweile bestimmen 5,7 Millionen heimische Fahrzeuge - inklusive Lkw und Motorräder - das Verkehrsaufkommen in Österreich mit.

Seit 1960 hat sich der Autobestand nach Angaben der Statistik Austria mehr als verzehnfacht. Vor 46 Jahren befuhren 404.042 Pkw Österreichs Straßen. Die Burgenländer stechen dabei heute landesweit mit der höchsten Pro-Kopf-Fahrzeugdichte hervor. Im östlichsten Bundesland entfallen auf 1.000 Einwohner 581,4 zugelassene Pkw. Der bundesweite Schnitt lag Ende Dezember 2006 bei 508,7 Personenwagen.

Wiener brauchen wegen guter Öffis weniger Autos
In punkto eigener Pkw-Mobilität reihen sich die Niederösterreicher (574) hinter den Burgenländern, gefolgt von Kärnten (547), Oberösterreich (546) sowie der Steiermark (535). Wien, das diesbezüglich in den 70er Jahren noch führend war, lag im Vorjahr mit 399 Pkw je 1.000 Einwohner an letzter Stelle. Dies sei im Zusammenhang mit der guten Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs zu sehen, folgern die Statistik-Experten.

Mehrheit fährt Diesel, nur 701 Zulassungen für Alternativantriebe
Von den insgesamt 4.204.969 Pkw waren rund 2,2 Millionen Dieselfahrzeuge. Fast zwei Millionen Fahrzeuge wurden von ihren Besitzern mit Benzin betankt. Nur 127 Elektrofahrzeuge waren im Vorjahr auf den heimischen Routen unterwegs. 701 Pkw waren mit sonstigen Antrieben ausgestattet. Im Jahr 1960 waren Benzin-Pkws zu 97,5 Prozent noch die vorrangige Größe. Zählt man Lastkraftwagen, Motorräder jeder Kategorie sowie Traktoren zum Fahrzeugbestand hinzu, kommt Österreich auf 5.722.624 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind insgesamt um 1,3 Prozent mehr als noch 2005.

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