06.04.2007 14:30 |

Pulver entzündet

Verletzte bei Explosion von Feuerwerkspulver

Bei Vorbereitungsarbeiten für das österliche Böller-Schießen sind am Abend des Gründonnerstags in St. Margareten im Kärntner Rosental fünf Männer zwischen 22 und 39 Jahren zum Teil schwer verletzt worden. Sie haben laut Polizeiangaben Signalpatronen mit Schwarzpulver befüllt, als es zu einer heftigen Detonation kam. Alle fünf mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Insgesamt waren auf einem Anwesen sechs Männer mit dem Befüllen der Signalpatronen beschäftigt, als sich das Unglück ereignete. Auslöser dürfte laut ersten Untersuchungen Hitzestau und Funkenflug gewesen sein. Dadurch explodierten die Patronen und eine größere Menge Schwarzpulver. Die Druckwelle war so groß, dass mehrere Männer zu Boden geschleudert wurden.

Drei der Betroffenen erlitten schwere Verbrennungen, zwei kamen mit leichteren davon. Der sechste Mann blieb unversehrt. Die Verletzten wurden von Rettungskräften erstversorgt und dann nach Klagenfurt ins LKH beziehungsweise ins Unfallkrankenhaus gebracht. Die zwei Leichtverletzten wurden am Freitag nach Hause entlassen. Die Polizei untersucht jetzt, ob ein fahrlässiges Handeln vorliegt.

Dass der Brauch des Böller-Schießens gefährlich ist, wurde in Kärnten bereits öfters auf tragische Weise bewiesen. Vor drei Jahren hatte ein 53-jährige Bauer aus St. Filippen bei Brückl (Bezirk St. Veit/Glan) dabei ein Auge verloren, das zweite wurde schwer beeinträchtigt. Am Ostersonntag 1999 wurde ein 31-jähriger Arbeiter aus St. Veit beim Hantieren mit einem Böller in Lölling so schwer verletzt, dass er wenige Stunden später starb. Der Mann hatte einen selbst angefertigten Eisenböller abgefeuert und wurde dabei vom Holzpfropfen im Gesicht getroffen.

Freitag, 18. Juni 2021
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