Umweg

Tiroler wollen an Börse Energie AG-Anteile kaufen

Die Tiroler Tiwag will sich nicht ganz von ihren Ambitionen auf Anteile an der landeseigenen Energie AG Oberösterreich verabschieden - sie will nun an der Börse EAG-Aktien kaufen. Doch zuvor tobt noch der Politstreit um diesen Börsengang, ein Streit, der mittlerweile auch die Wirtschaftsszene erfasst hat.

SP-Chef Erich Haider hat „massivsten Widerstand“ gegen den „Ausverkauf des oberösterreichischen Familiensilbers“ in Form eines Börsegangs angekündigt. Schwarzgrüne Regierungspolitiker führen das auf Umfragen zurück, nach denen die Landes-SP nur noch bei 35 Prozent Wählerzuspruch - und damit zehn Prozent hinter der VP - liege. Haider nennt aber die Sorge vor dem ausländischen Zugriff auf unsere Wasserkraft als Grund für sein „Nein“.

Die Grünen warnen indessen vor „vorschnellen“ Festlegungen: „Alle Optionen für die Zukunft der Energie AG müssen jetzt gründlich geprüft werden“, betont Landesrat Rudi Anschober.

Kammerchef Trauner für den Börsengang
Präsident Rudolf Trauner von der OÖ-Wirtschaftskammer hält einen Börsegang der Energie AG für „einen sinnvollen Schritt“ und wünscht sich dafür starke OÖ-Kernaktionäre. Der SP-Wirtschaftsverband trommelt aber ebenso wie Haider gegen den Aktienverkauf und warnt Trauner davor.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Donnerstag, 06. Mai 2021
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