02.04.2007 18:41 |

Dreck macht happy

Schmutz kann Glücksgefühle auslösen

"Vielleicht sollten wir alle mehr im Schmutz spielen, um glücklicher zu sein": So fasst Dr. Chris Lowry von der englischen Universität Bristol die Ergebnisse seiner Studie über die positive Wirkung von im Erdboden vorkommenden Bakterien auf das Gehirn von Mäusen scherzhaft zusammen.

Der Neurowissenschafter hatte Laborversuche begonnen, nachdem mit Mycobacterium vaccae behandelte Krebspatienten über unerwartete Stimmungsaufhellung berichtet hatten. Lowry und sein Team fanden heraus, dass das "Schmutzbakterium" tatsächlich die Produktion des Glückshormons Serotonin im Gerhin ankurbelt.

Umgekehrt wird ein Mangel an Serotonin für die Entstehung von Depressionen verantwortlich gemacht. "Die Zusammenhänge sind noch nicht ganz klar, doch auf jeden Fall ist ein gesundes Immunsystem auch für die seelische Gesundheit wichtig", erklärt der Forscher.

Montag, 21. Juni 2021
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