Mysteriös

Fischmännchen-Mangel in unseren Flüssen und Seen

Wären alle Fischweibchen Nixen, würden die Chinesen in Oberösterreich auf Brautschau gehen. Denn während im Land der Mitte bei den Menschen ein eklatanter Männer-Überschuss herrscht, gibt’s in unseren Flüssen und Seen zu viele weibliche Fische. Jetzt lässt der heimische Fischereiverband dieses Phänomen untersuchen.

„Seit 15 Jahren verschiebt sich das Geschlechter-Verhältnis“, sagt Landesfischereimeister Karl Wögerbauer. Vor allem bei Edelfischen wie Forellen, Karpfen, Hechten und Zandern steigt die Zahl der Rogner, so heißen die Fischweibchen, extrem an. Gleichzeitig gibt es in natürlichen Gewässern weniger Milchner, also Männer.

„In Zuchtbetrieben gibt es dieses Missverhältnis komischerweise kaum“, so Wögerbauer, der das Problem auch von anderen Ländern gehört hat. In der Schweiz gibt man übrigens der Pille für Menschenfrauen die Schuld. Empfängnisverhütende Hormone, die über Kanäle in Gewässer kommen, sollen sich auf die Fische auswirken.

 

 

Foto: "Krone"

Montag, 17. Mai 2021
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