27.03.2007 13:46 |

Wirtschaft wächst

Wifo und IHS für 2007/08 optimistischer

Die gute Konjunktur des Vorjahres hält auch 2007 an: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) haben am Dienstag ihre Wachstumsprognosen für 2007 angehoben. Neben dem höchsten Wirtschaftswachstum seit 2000 sinkt die Arbeitslosigkeit überraschend stark. Die starken Investitionen und der Konsum halten die Konjunktur hoch.

"Unüblich stark" reagiere der Arbeitsmarkt heuer auf die gute Konjunktur, die Arbeitslosenquote (nach Eurostat) werde heuer von 4,7 Prozent 2006 auf 4,2 Prozent und 2008 weiter auf 4,1 Prozent sinken, prognostiziert das Wifo. Am Arbeitsmarkt setzt sich die günstige Entwicklung fort, erwartet auch das IHS, das für 2007 von einer Arbeitslosenquote (nach Eurostat) von 4,5 Prozent und für 2008 von 4,4 Prozent ausgeht. Für die Wirtschaft sagt das Wifo jetzt 2008 ein Wachstums in Höhe von 2,4 Prozent voraus, das IHS rechnet für das nächste Jahr mit einem Wachstum von 2,6 Prozent.

Höchstes Wachstum seit dem Jahr 2000
Grund für die anhaltend gute Konjunkturentwicklung sind laut den Wirtschaftsforschern vor allem starke Investitionen und ein reger Konsum. Mit 3,2 Prozent hatte die österreichische Wirtschaft 2006 das höchste Wachstum seit 2000 verzeichnet. Nach einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent 2006 prognostiziert das Wifo für heuer ein reales Wachstum des BIP von 3,0 Prozent. Das IHS geht von einem Wachstum von 2,9 (zuvor: 2,6) Prozent aus. Die positive Entwicklung der europäischen Wirtschaft im letzten Quartal des Vorjahres und die vorlaufenden Wirtschaftsindikatoren deuten auf eine allenfalls geringe Verlangsamung der Konjunkturentwicklung hin, erklärte das IHS weiter.

Die gute Einkommensentwicklung sollte sich laut IHS in einer kräftigeren Konsumnachfrage niederschlagen. Auch laut Wifo wachse der Konsum der privaten Haushalte stark. Dennoch dürfte der Privatkonsum laut Wifo aber etwas hinter der Entwicklung der Gesamtwirtschaft zurückbleiben. Auch die Exportdynamik werde heuer leicht nachlassen, die Investitionsnachfrage gewinne hingegen an Schwung.

Montag, 21. Juni 2021
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