22.03.2007 11:53 |

Eindeutiges Ergebnis

Autofahrer mehrheitlich gegen "Licht am Tag"

Eineinhalb Jahre nach der Einführung stößt "Licht am Tag" auf Ablehnung durch Autofahrer: 74 Prozent lehnen "Licht am Tag" grundsätzlich ab, nur 26 Prozent sind dafür. Das ergab eine vom ARBÖ von November bis Februar durchgeführte Befragung von 2.632 Personen. Die Organisation wies in einer Aussendung am Donnerstag auch auf den erhöhten CO2-Ausstoß hin.

Als wichtigsten Grund gegen "Licht am Tag" nannten die Befragten, dass Fußgänger, Radler und Kinder schlechter gesehen werden. Als nächstes wurde die wachsenden Zahl an "Einäugigen" ins Treffen geführt, an dritter Stelle folgte das Argument, dass "Licht am Tag" zu Mehrausgaben führe, denen kein Gewinn an Sicherheit gegenüberstehe. Als weiterer Grund für die Ablehnung wurde genannt, dass Motorräder weniger auffallen und im Auto-Lichtermeer "untergehen".

Nicht abgefragt wurde das Argument, dass "Licht am Tag" den Spritverbrauch erhöht und damit automatisch auch den CO2-Ausstoß. Die ARBÖ-Techniker bestätigen Berechnungen, wonach dadurch pro Jahr 133,8 Millionen Liter Treibstoff zusätzlich verbraucht und 315.000 Tonnen Kohlendioxid zusätzlich ausgestoßen werden.

Der ARBÖ kündigte an, das Ergebnis der Befragung an Verkehrsminister Faymann und jene Autoren weiterzuleiten, die damit beauftragt wurden, "Licht am Tag" zu evaluieren.

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