Krach in OÖ

Politische ¿Herzbeschwerden¿

Braucht Oberösterreich außerhalb von Linz und Wels Standorte zur „Koronarangiografie“, also für Untersuchungen und Behandlungen mittels Herzkatheter? Diese Frage löste in der oö. Gesundheitsplattform, einem wichtigen Planungs- und Entscheidungsgremium für die medizinische Versorgung, politische „Herzbeschwerden“ aus.

„Das ist ein Affront gegen die Bevölkerung außerhalb des Zentralraums“, poltert SP-Landesrätin Silvia Stöger - und berichtet, dass ihr Vorschlag „zur Verbesserung der flächendeckenden Versorgung von Herzinfarktpatienten“ in der Gesundheitsplattform „von VP, Grünen und FP niedergestimmt“ worden sei. Konkret ging es dabei um die Schaffung von Herzkatheterplätzen an den Landesspitälern Steyr und Vöcklabruck sowie in weiterer Folge auch am Rieder Ordensspital.

Stöger beruft sich auf Experten, deren Erhebungen „als regionale Unterversorgung außerhalb des Raums Linz-Wels zu interpretieren“ seien. Auf dieselben Experten stützt sich aber auch VP-Gesundheitspolitiker Walter Aichinger, wenn er sagt, dass es zuerst Verbesserungen bei der Logistik in der bestehenden Versorgung und in der Diagnostik in den Regionen geben müsse: „Eine unkritische Dezentralisierung würde durch Qualitätsprobleme aufgrund sinkender Fallzahlen den Patienten sogar schaden“, warnt er.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 21. Juni 2021
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