19.03.2007 17:01 |

Brenzlige Situation

Passagier erleichtert sich im "Speibsackerl"

Weil der Pilot auf dem Ein-Stunden-Flug von Boise nach Salt Lake City die Flugzeugtoilette wegen eines schadhaften Lämpchens hat sperren lassen, musste sich ein Passagier der SkyWest Airlines im so genannten "Speibsackerl" erleichtert. "Man hat mir keine Wahl gelassen", beschwert sich James Whipple, der sich vor den Augen anderer entblößen musste, um seine Notdurft zu verrichten. Die Airline entschuldigte sich.

Weil die Kontrolleuchte, die anzeigt ob die Toilette gerade besetzt ist, defekt war, ließ der Pilot das WC gleich für den gesamten Flug sperren. James Whipple hatte aber vor dem Abflug nach eigenen Angaben zwei große Bier gekippt und schon kurz nach dem Start überkam ihn ein Bedürfnis.

Als die Stewardess ihm wiederholt verbot, die Kabinentoilette zu besuchen, sah Whipple keinen anderen Ausweg mehr und benutzte den nächstbesten Behälter. Er urinierte ins so genannte "Speibsackerl", das sich in der Sitztasche seines Vordermanns feilbot. Die Crew war natürlich gar nicht erfreut über Whipples Verhalten und bereitete dem "Störenfried" einen Polizeiempfang in Salt Lake City.

Als der Mann den Beamten seine Geschichte erzählte, machten diese aber ganz schnell die Schuldigen aus und wiesen die Airline zu einer offiziellen Entschuldigung an. Die tat das auch und versprach hoch und heilig beim nächsten defekten Toilettenlämpchen einen Flugbegleiter als Ersatz vor der Klotür zu postieren.

Donnerstag, 17. Juni 2021
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