Tragischer Unfall

Bub mehr als 15 Minuten im Pool

Hoffen, Bangen und Beten um den sechsjährigen Raffael, der im Garten seines Elternhauses in Freistadt in den Swimmingpool gestürzt war: Der Bub wurde mit nur noch 28 Grad Celsius Körpertemperatur ins Linzer AKH eingeliefert. „Er dürfte länger als 15 Minuten im Wasser gelegen sein“, befürchten die Mediziner.

Das schlimme Unglück ereignete sich am Donnerstag gegen 14.35 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt spielte Raffael im Garten des Elternhauses. Dabei kletterte er über die einen Meter hohe Kindersicherung beim Becken. Im Swimmingpool, er hat einen Durchmesser von etwa sechs Metern, hatten sich über die Wintermonate etwa 40 Zentimeter Regen- und Schmelzwasser angesammelt. Dieser Umstand wurde dem Buben zum Verhängnis: Er stürzte ins eiskalte Wasser.

Als die 44-jährige Mutter den Kleinen nicht mehr entdeckte, sah sie nach und fand ihn reglos im Wasser. „Der Bub wurde stark unterkühlt bei uns eingeliefert, über Nacht künstlich beatmet und so aufgewärmt“, erklärt Prof. Johann Gombotz vom AKH. Am Freitag war sein Zustand stabil. Allerdings: „Wir wissen noch nicht, inwieweit sich auch das Gehirn erholen wird“, berichtet der Mediziner. Und weiter: „Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Bub nur 15 Minuten im Wasser gelegen ist, weil er eine Körpertemperatur unter 30 Grad hatte. Ein Abkühlen auf eine solche Temperatur dauert aber länger.“ Prognosen über den Gesundheitszustand könnten erst nach weiteren Untersuchungen gestellt werden.

 

 

 

Foto: Christophorus 10

Sonntag, 09. Mai 2021
Wetter Symbol