Viel Lärm um Nichts

Schloss Ort-¿Erbe¿ ohne Chance

Sturm im Wasserglas oder verfrühter Aprilscherz! So wird der Historienkrimi um einen norwegischen Elektriker (25) als „Kaiser-Neffe“ und dessen Anspruch auf das berühmte Schloss Ort in Gmunden bezeichnet. „Solche Legenden geistern immer wieder durch die Presse. Davon halte ich gar nichts“, meint dazu der Historiker und Johann Orth-Biograf Fritz Weissensteiner.

Für Riesenaufregung vor allem in der Traunseestadt Gmunden haben diese Schlagzeilen gesorgt: „Ein Elektriker will Schloss Ort erben.“ Von solchen Ansprüchen hält der Linzer Historiker Roman Sandgruber wenig: Das Seeschloss sei nie zum Habsburger Vermögen gezählt worden und auch nicht unter die Habsburger-Gesetze gefallen, beruhigt er die Gemüter. Ein ähnliches Resümee zieht auch der Historiker Fritz Weissensteiner: „Davon halte ich gar nichts.“ Er erinnert aber daran, dass Johann Salvator von 1883 bis 1887 in Linz lebte. Er war Kommandant der dritten Infanteriedivision in der Landeshauptstadt und schrieb sogar einen Walzer: „Ein Gruß an Linz“, orchestriert von Johann Strauss. Ermöglicht durch ein Gegengeschäft - da Johann Salvator dem Walzerkönig bei dessen Scheidungsabwicklung aushalf. Zudem wurde dem überaus begabten Habsburger während seines Aufenthaltes im Land ob der Enns auch das Ehrenbürgerrecht feierlich verliehen.

 

 

 

Foto: Klemens Fellner

Samstag, 31. Juli 2021
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