15.03.2007 11:11 |

Mehr Präsenz

Platter für mehr Polizei- Präventionsarbeit

Innenminister Platter will die Präventionsarbeit bei der Polizei weiter verstärken. Als polizeiliche Schwerpunkte bezeichnete er am Donnerstag in Klagenfurt weiters die Problemkreise Jugendkriminalität, Menschenhandel, Schlepperei, Suchtgift- und Eigentumsdelikte. Die Polizei müsse mehr "Außenpräsenz" zeigen, so Platter, der "Fahndungs- und Kontrolldruck" solle erhöht werden.

Um diesen Druck zu erzeugen, soll auch die Fahndungsgruppe Autobahn stärker zum Einsatz kommen. Diese arbeite sehr erfolgreich, die Verbindung von verkehrspolizeilichen und sicherheitspolizeilichen Anliegen erweise sich als positiv.

Ganz wichtig, so der Minister, sei aber die Prävention: "Dabei ist aber auch die Eigenverantwortung wichtig, damit man es den Tätern nicht zu leicht macht." Die Gesellschaft sei ebenfalls gefordert, wenn man Beobachtungen in der Nachbarschaft mache, solle man nicht wegschauen, sondern die Polizei verständigen. Ein weiterer Schwerpunkt soll die Gewaltprävention in den Schulen sein.

Auf die Frage, ob er auf Präventivhaft für Hooligans beharre, wich Platter aus. Es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, sich mit der Problematik der Fußballrowdys zu befassen. In Deutschland sei es so gewesen, dass man "präventiv Leute in Gewahrsam genommen hat", hier werde gerade geprüft, wie man vorgehen könne. Platter: "Ich will jedenfalls nicht, dass unbescholtene Menschen festgenommen werden, das ist ja absurd." Man denke über Betretungsverbote und Stadionverbote nach, am Schluss werde es ein "Bündel von Maßnahmen" geben.

Montag, 14. Juni 2021
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