06.03.2007 19:18 |

Persönlicher Angriff

Van Staa bei Asylwerbern contra Van der Bellen

Seine umstrittene Forderung, wonach straffällig gewordene Asylwerber "interniert" werden sollten, hat Tirols Landeshauptmann Van Staa (V) am Dienstag verteidigt. Von einem "Internierungslager" habe aber nicht er, sondern der Grüne Bundessprecher Van der Bellen gesprochen. Dieser solle "nicht nur austeilen", sondern vielmehr Auskunft über familiäre Hintergründe geben, verlangte der Landeschef.

Ihm sei das Gerücht zugetragen worden, dass die Familie von Van der Bellen "unter nicht geklärten Umständen" von Estland nach Tirol gekommen sei, so Van Staa. Der Grünen-Chef solle klarstellen, ob es Berührungspunkte zu früheren Systemen gebe.

Van Staa versuchte Dienstagabend offenbar seine Aussage über Grünen-Chef Alexander Van der Bellen abzuschwächen. Van Staa habe nicht den Vorwurf erhoben, dass der Vater von Van der Bellen ein hochrangiger Nazi gewesen sei, erklärte der Pressesprecher des Landeshauptmanns, Markus Giesinger.

Den Begriff "Lager" habe er in Zusammenhang mit der Asyl-Debatte nie in den Mund genommen, betonte Van Staa. Statt "internieren" könne man auch "anhalten" sagen. Bei einer rechtskräftigen Verurteilung habe ein Asylverfahren beendet zu werden, sprach er von "Null-Toleranz" gegenüber kriminellen Asylwerbern.

Montag, 14. Juni 2021
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