02.03.2007 16:34 |

Frist verlängert

EU gibt Österreich mehr Zeit für Erklärung zu Quote

Österreich hat von der EU mehr Zeit bekommen, um auf das Mahnschreiben der Kommission zum Thema Uni-Zugang zu antworten. Statt Ende März muss Österreich seine Argumente für eine Beibehaltung der Quotenregelung an den Medizin-Unis nun erst am 29. Mai vorlegen. Damit habe man die „maximale Fristverlängerung“ zugestanden bekommen, hieß es am Freitag aus dem Wissenschaftsministerium.

Wissenschaftsminister Hahn wertete dies als „positives Signal, unsere Bedenken ernst zu nehmen und als echte Bemühung der Kommission, in einen Dialog mit Österreich zu treten“. Österreich werde „den nun verlängerten Zeitrahmen intensiv nützen, die Datenlage zu konsolidieren und mit Brüssel eine Lösung zu finden, die unserer besonderen Situation Rechnung trägt“.

EU stößt sich an 25%-Quote
Die Quotenregelung sieht vor, dass an den drei Medizinunis in Wien, Graz und Innsbruck jeweils 75 Prozent der Plätze für Personen mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis reserviert sind, für EU- Bürger 20 Prozent und für Nicht-EU-Bürger fünf Prozent. Die EU-Kommission sieht dies als Diskriminierung von EU-Bürgern an.

1.440 Plätze für 8.720 Bewerber von denen 37% Deutsche sind
An den Medizin-Unis haben sich für das kommende Studienjahr 8.270 Personen für ein Studium vorregistrieren lassen. Rund 58 Prozent der Bewerber (4.819) stammen aus Österreich, rund 37 Prozent (3.020) aus Deutschland, rund zwei Prozent (199) aus anderen EU-Staaten und rund drei Prozent (232) aus Nicht-EU-Staaten. Vergeben werden 1.440 Plätze.

Dienstag, 15. Juni 2021
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