24.02.2007 15:44 |

WM-Skispringen

Ammann Weltmeister von der Großschanze

Der Schweizer Simon Ammann hat sich den Titel von der Großschanze beim WM-Skispringen in Sapporo gesichert. Der zweifache Olympiasieger setzte sich zwei Zehntel vor dem Finnen Harri Olli durch. Dritter wurde der Norweger Roar Ljökelsoy. Bester Österreicher war Thomas Morgenstern als Fünfter. Andreas Kofler, Martin Koch und Gregor Schlierenzauer belegten geschlossen die Ränge acht bis zehn.

Der ÖSV muss damit weiter auf den dritten WM-Erfolg vom großen Bakken nach Karl Schnabl (1976 in Innsbruck) und Andreas Felder (1987 in Oberstdorf) warten.

ÖSV-Adler Favouriten für den Teambewerb
Für den Teambewerb, der am Sonntag statt findet, schlüpfte man mit der geschlossenen Mannschaftsaufstellung aber in die Favoritenrolle vor Finnland und Norwegen. Aus dem Team fällt Martin Koch, der durch Wolfgang Loitzl ersetzt wird. Der war schon am Freitag fix für das Mannschaftsaufgebot genannt worden. "Wolfgang Loitzl ist ein sehr beständiger Springer, der mit allen Verhältnissen gut zurecht kommt", meinte Innauer über den dreifachen Team-Weltmeister.

Morgenstern "sehr enttäuscht"
"Es enttäuscht mich sicherlich sehr. Ich habe es schon im ersten Durchgang verspielt", meinte Morgenstern in einer ersten Reaktion. "Im ersten Durchgang war der Morgi ein bisserl zu spät, es ist absolut auch in seiner Hand gelegen. Aber wenn man bedenkt, dass er vor drei Wochen keinen Schritt mehr 'dermacht' hat", relativierte Trainer Pointner seine zu Beginn doch vorhandene Enttäuschung.

Eine Enttäuschung war das Springen auch für den polnischen Favouriten Adam Malyzs, der bei der Qualifikation am Freitag mit einem 139,5-m-Satz seine Anwartschaft auf den WM-Titel von der Großschanze untermauert hatte. Der Pole landete auf dem undankbaren vierten Rang.

Olli und Ljökelsoy überraschend am Stockerl
Nicht Doppel-Olympiasieger Morgenstern, sondern ein anderer zweifacher Olympia-Goldmedaillengewinner sorgte für die Show am Okurayama-Bakken. Mit 125,0 und 134,5 Metern und 266,1 Punkten verwies Ammann den überraschend starken Finnen Harri Olli (124,0/136,5) um nur zwei Zehntelpunkte und den Norweger Roar Ljökelsöy (123,0/135,0) um 3,2 Zähler auf die Plätze. Olli hatte heuer nur zwei Top-Ten-Resultate (Vikersund/5. und Titisee/10.) geschafft, Japan-Spezialist Ljökelsöy war das ganze Jahr seiner Form nachgelaufen.

"Jetzt habe ich mehr Siege bei Großereignissen als im Weltcup, da bin ich immer so stark, da entsteht so ein großes Bild in meinem Kopf", erklärte Ammann, der aktuell Weltcup-Vierte und erst zweifache Sieger im Weltcup. Schon bei der Landung habe er gewusst, dass es reichen würde.

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