22.02.2007 19:19 |

Frist glatt ignoriert

Iran reichert immer noch Uran an

Der Iran hat eine Frist des UN-Sicherheitsrates zur Einstellung der umstrittenen Urananreicherung nicht eingehalten, heißt es in einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO an den UN-Sicherheitsrat. Und nicht nur das: Die Iraner erzeugen seit den ersten Sanktionen mehr angereichertes Uran, als je zuvor!

Aus dem eigentlich vertraulichen UN-Bericht geht hervor, dass Teheran die umstrittenen Aktivitäten offenbar sogar ausgeweitet hat. So habe Teheran der IAEO unter anderem mitgeteilt, bis Mai sukzessive den Betrieb von insgesamt rund 3.000 geplanten Zentrifugen im Kraftwerk Natanz aufnehmen zu wollen.

Urananreicherung erreicht bald Industrie-Niveau
Damit arbeitet das Land an den Grundlagen für eine Urananreicherung auf industrieller Ebene. Hochangereichertes Uran kann zum Bau von Atombomben verwendet werden. Der Westen wirft dem Iran vor, an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf sein Recht zur zivilen Nutzung der Nuklearenergie.

Strengere und neue Sanktionen möglich
Der UN-Sicherheitsrat hatte am 23. Dezember nach dem Ablauf eines ersten Ultimatums erste Sanktionen verhängt und eine 60-Tage-Frist für den Stopp der iranischen Uran-Anreicherung gesetzt. Unter den bereits verhängten Sanktionen ist es unter anderem verboten, dem Iran Technik oder Informationen für sein Atom- und Raketenprogramm zu liefern. Die Strafmaßnahmen könnten nun verlängert werden. Möglich ist auch die Verhängung neuer Sanktionen.