22.02.2007 14:17 |

Anschlag auf Zug

Festnahmen nach Anschlag auf Friedenszug

Drei Tage nach dem Anschlag auf den "Friedenszug" unterwegs nach Pakistan hat die Polizei in Nordindien sieben Menschen festgenommen. Sie würden befragt, berichtete der Nachrichtensender NDTV am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei. Zu Razzien sei es in der Hauptstadt Neu Delhi und den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Rajasthan gekommen.

Einer der Festgenommenen sehe einem der Phantombilder ähnlich, die die Polizei auf der Suche nach Verdächtigen veröffentlicht hatte. Bei dem Brandbomben-Anschlag auf den Samjhauta-Express in Nordindien waren in der Nacht zum Montag 68 Menschen getötet worden, die meisten davon Pakistaner.

Ein Sprecher des indischen Außenministeriums sagte am Donnerstag 33 Opfer seien inzwischen identifiziert worden. 27 stammten aus Pakistan, sechs aus Indien. Die Identifikation ist schwierig, weil viele Opfer bei dem Anschlag bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Sieben pakistanische Verletzte, deren Brandwunden Ärzte in Neu Delhi behandelten, wurden mit einem Flugzeug der pakistanischen Luftwaffe in ihre Heimat geflogen, meldete die indische Nachrichtenagentur PTI. Der pakistanische Sender Geo TV berichtete, zwölf Leichen seien inzwischen nach Pakistan übergeführt worden.

Nach Ansicht der Regierungen in Neu Delhi und Islamabad galt der Anschlag, zu dem sich niemand bekannte, dem Friedensprozess zwischen den benachbarten Atommächten. Beide Regierung wollen den Dialog miteinander aber ausdrücklich fortführen und künftig bei der Terrorismusbekämpfung zusammenarbeiten.