16.02.2007 21:25 |

Überall Kot

Neue Verdachtsfälle vernachlässigter Kinder

Nach der Berichterstattung über drei angeblich von ihrer Mutter abgeschirmte Mädchen werden jetzt zunehmend weitere Verdachtsfälle von angeblich vernachlässigten Kindern an die Medien herangetragen. In Linz wurde am Freitag eine Anzeige gegen die 20- jährige Mutter eines dreijährigen Buben bekannt.

Der Urgroßvater des Kindes hatte den Fall bereits am Sonntag ins Rollen gebracht. Er hatte keinen Kontakt mehr zu der jungen Frau gehabt und ihre Wohnung aus Sorge vergangenes Wochenende mit einem Zweitschlüssel aufgesperrt. Dort fand er die drei Haustiere der 20- Jährigen: zwei abgemagerte Katzen und einen Hund. Die Räume waren mit Kot übersät. Von der Mutter und ihrem Kind fehlte jede Spur. Der Mann alarmierte die Polizei und erstattete Anzeige wegen Tierquälerei. Auch das Jugendamt wurde eingeschaltet. 

Wie sich herausstellte, hatte die 20-jährige gemeinsam mit ihrem Kind seit zwei Wochen bei einer Bekannten gelebt und sich nicht mehr um die Wohnung und die Tiere gekümmert. Der Bub wurde der Mutter abgenommen und der Urgroßmutter übergeben. Nun hat das Gericht zu entscheiden.

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Holzhammer erklärte, dass die seit kurzem arbeitslose Frau seit zwei Jahren unter Beobachtung des Jugendamtes gestanden sei. Die Mutter könnte mit der Betreuung und Erziehung des Buben überfordert gewesen sein. Man werde das prüfen. Der Gesundheitszustand des Kindes sei in Ordnung.

Medienberichten zufolge sollen im Bezirk Rohrbach drei Mädchen unter katastrophalen Verhältnissen aufwachsen. Sie sind unter Aufsicht der Behörde.

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