Kein starres Limit

Land zahlt 300.000 ¿, um Luft-100er zu verkürzen

Die Gegner des Luft-Hunderters auf der Westautobahn bei Linz werden das wahrscheinlich einen „teuren Schildbürgerstreich“ nennen: Das Land Oberösterreich will 300.000 Euro an die Autobahngesellschaft Asfinag zahlen, damit das starre Limit ab dem vierten Quartal 2007 durch eine flexible Anlage ersetzt wird.

Die Gegner des Tempolimits nach dem Immissionsschutzgesetz Luft haben verlangt, Umwelt-Landesrat Rudi Anschober solle auf die flexible Anlage der Asfinag warten, statt den fixen Hunderter zu verordnen. Doch das gehe nicht, weil ihn das Gesetz verpflichtet habe, schon jetzt zu handeln, beteuerte der Grün-Politiker stets.

Nun lässt es sich das Land Oberösterreich 300.000 Euro kosten, damit die Asfinag-Anlage nicht erst, wie geplant, 2009 oder 2010 kommt, sondern bereits im letzten Quartal heuer. Das sei der Anteil an insgesamt 550.000 Euro Mehrkosten, die dieses Vorziehen verursache.

Der diesbezügliche Vertrag mit der Asfinag sei fertig und unterschriftsreif, verkündeten Anschober, LH Josef Pühringer und Baureferent Franz Hiesl am Sonntag. Demnach muss die Asfinag-Anlage spätestens bis 31. Dezember in Betrieb gehen - sonst zahlt das Land immer weniger.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 14. Juni 2021
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