Überprüfung startet

¿Trübe Sicht¿ bei Qualm-Kontrollen

Jetzt wird´s ernst! „In der kommenden Woche wird in Oberösterreich mit den Kontrollen der Nichtraucherbereiche im öffentlichen Bereich und in der Gastronomie begonnen“, verrät Jürgen Beilein, der Sprecher von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Allerdings herrscht noch „trübe Sicht“ - denn wann diese genau beginnen und wie sie überhaupt ablaufen sollen, das weiß noch keiner…

Zur Erinnerung: In einer freiwilligen Selbstverpflichtung vereinbarte die Gastronomie, dass 90 Prozent der Speiselokale ab einer Größe von 75 m2 40 Prozent ihrer Plätze qualmfrei machen. Und das soll nun überprüft werden. „Es hat Gespräche gegeben, jedoch noch nichts Konkretes“, sagt der oö. Landessanitätsdirektor Stefan Meusburger. Dabei soll seine Organisation laut Ministerium bei den Kontrollen mithelfen.

Für Wirtschaftskammer-Experte Paul Frömmel sind die Kontrollen ohnehin „Augenauswischerei“: „Die Überprüfungen müssen ja im gesamten öffentlichen Bereich durchgeführt werden. Dort gibt´s ja schon das Rauchverbot, aber keiner hält sich dran. Die Gastronomie wird kontrolliert, obwohl´s eine freiwillige Aktion ist.“

Im Gegensatz zur Regelung am Arbeitsplatz, wie Ferdinand Leidl, Amtsleiter des Arbeitsinspektorates, weiß: „Wenn in einem Büro nur ein Nichtraucher sitzt, herrscht Rauchverbot.“

Doch das ist kein Problem. So weiß Hubert Haubner von der Uniqa-Verwaltung in Linz: „Bei uns herrscht im Kundenbereich und im Callcenter seit langem Rauchverbot.“ Auch in der Oberbank wurde der „blaue Dunst längst“ verbannt. „Bei uns sind Großraumbüros rauchfreie Zonen“, erklärt Sprecher Wolfgang Pischinger. Und Walter Czetsch von der Energie AG gibt nicht nur gesundheitliche Aspekte als Grund an, warum die Büros „seit Jahren“ qualmfrei sind: „Auch in puncto IT ist es besser, wenn das Büro rauchfreie Zone ist.“

 

 

 

Foto: Horst Einöder

Donnerstag, 24. Juni 2021
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