08.02.2007 20:32 |

Übertrieben reinlich

Shampoo entpuppt sich als fünf Kilo Kokain

Zwölf Flaschen Shampoo und feine Bodylotion hat ein Pärchen aus Costa Rica im Handgepäck gehabt. Eigentlich zu viel für die eigene Körperpflege, befanden Drogenfahnder auf dem Flughafen in Schwechat. Sie untersuchten die Mittel - und fanden aufgelöst in den Flaschen fünf Kilo Kokain mit einem Schwarzmarktwert von 900.000 Euro.
Über Amsterdam waren die 33-jährige Marixa G. und der Bauarbeiter Miltin O. nach Wien geflogen. Im Handgepäck, das aus ihrer fernen Heimat Costa Rica mitkam, befand sich nicht viel. Außer natürlich zwölf Flaschen Shampoo, Bodylotion und anderes zum Verwöhnen des Körpers. Waren die beiden wirklich so reinlich?


Allerreinstes aufgelöstes Kokain

Den Drogenfahndern der Schwechater Flughafenpolizei kam es bei einer Routinekontrolle verdächtig vor. Zuerst nahmen sie eine Geruchsprobe vor. Doch die Pflegemittel rochen alles andere als parfümiert. Also nahmen die erfahrenen Beamten einen chemischen Test vor. Bingo! Im Shampoo war nichts als Kokain, allerreinstes aufgelöstes Kokain.


"Wir sind in Costa Rica für den Schmuggel angeheuert worden", gestanden Marixa und Miltin, das glücklose Drogenpärchen, einem Spanisch sprechenden Kriminalisten. Die Verdächtigen wurden sofort verhaftet. Der Verkauf des beschlagnahmten Flüssig-Kokains hätte ihren Auftraggebern, der Drogenmafia, 900.000 Euro Gewinn eingebracht.


Von Mark Perry und Christoph Budin
Freitag, 18. Juni 2021
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