08.02.2007 20:44 |

Riesen-Betrug

OP-Chef stiehlt Spital 2,1 Millionen Euro

Eine heikle Betrugsaffäre sorgt im Salzburger Unfallkrankenhaus für Aufregung. Ein leitender Mitarbeiter, der für die Ausstattung der Operationssäle zuständig war, hat mit fingierten Geschäften über seine eigenen Scheinfirmen 2,1 Millionen Euro abgezweigt. Jetzt sitzt er hinter Gittern.

Seit 25 Jahren war der - nicht ärztliche - Leiter der Operationssäle bereits bei der AUVA angestellt, die das Salzburger Unfallkrankenhaus betreibt. Immer wieder hatte es Gerüchte über den 47-Jährigen gegeben, der durch seinen luxuriösen Lebensstil auffiel. Von sündteuren Autos und Traumurlauben war die Rede.

"Aber die Beweise haben lange nicht ausgereicht. Zudem war eine renommierte Zulieferfirma in die Betrügereien verwickelt. Da wollten wir natürlich auf Nummer sicher gehen", sagt Direktorin Susanne Oberrauch-Odar. Mit fingierten Lieferungen und Reparaturen zweigte der OP-Chef 2,1 Millionen Euro ab. Die beteiligte Zulieferfirma aus Graz hat bereits 1,5 Millionen zurückgezahlt.

Von Gernot Huemer

Freitag, 07. Mai 2021
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