Bleibt Kirchdorf?

Linzer Kaserne ist Tauschobjekt

Nach dem SPÖ-Wahlversprechen, die Kirchdorfer Kaserne zu retten, bittet der ÖVP-Landeshauptmann den neuen Verteidigungsminister zu einer neuen Verhandlungsrunde: „Wenn uns Darabos den Dachstein und Kirchdorf lässt, können wir über Ebelsberg reden,“ ist Josef Pühringer mit Franz Dobusch auf einer Linie.

Der Linzer SPÖ-Bürgermeister hat keine großen Einwände gegen einen Tauschhandel mit Kasernen. Dobusch sucht Bauland, weil 7000 Linzer eine Wohnung brauchen - und die riesigen 173.330 Quadratmeter des Ebelsberger Heeres-Areals nur noch von 400 Soldaten genützt werden: „Wenn das Bundesheer auszieht, könnten dort 2000 neue Wohnungen entstehen.“

„Das war mein Vorschlag zur Heeresreform“, erzählt Pühringer, „doch die Militärs waren dagegen, Zentralen zu schließen und Filialen wie Kirchdorf oder Obertraun offen zu halten“. Es sei auch mit Lagerkapazitäten und Bauinvestitionen für Ebelsberg argumentiert worden. Vielleicht ging´s aber manchen Offizieren auch um die Bequemlichkeit, nicht vom Wohnort auspendeln zu müssen.

Pühringer schrieb Darabos, er sei für Neuverhandlungen bereit: „Wenn das Paket aufgeschnürt wird, muss aber auch über den Dachstein geredet werden“, warnt der VP-Chef den SP-Minister vor dem kostspieligen Abbruch der Oberfeldkaserne samt ihrer Seilbahn: „Davon dürfte kein Stein mehr im Naturschutzgebiet übrig bleiben!“

 

 

 

Foto: Jack Haijes

Mittwoch, 23. Juni 2021
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