Orkan wütete

Leitungsschäden fast wie im Krieg

Orkan „Kyrill“ kam auch die Energie AG teuer zu stehen. Er verursachte am Stromnetz Schäden in Höhe von 7,8 Millionen Euro. Es waren die schwersten Verwüstungen seit dem 2. Weltkrieg! Am Höhepunkt der Katastrophe waren 116.700 Anschlüsse gleichzeitig ohne Strom, 145.500 Kunden waren insgesamt betroffen. Der Strompreis soll aber trotz der hohen Kosten nicht steigen.

Der Orkan zog mit 170 km/h in fünf Stunden eine Schneise der Verwüstung übers Land, richtete laut ersten Schätzungen 61 Millionen Euro Schaden an. Die Energie AG zog nun eine Woche nach der Katastrophe Bilanz. In der Nacht von 19. auf 20. Jänner hatten umstürzende Bäume und Orkanböen an fast 1200 Stellen im 29.000 Kilometer langen Stromnetz der Energie AG die Leitungen unterbrochen. Mehr als 600 Netztechniker, Monteure und Organisationspersonal arbeiteten unter großem Einsatz bis inklusive Sonntag, damit die Haushalte wieder versorgt werden konnten.

Bis alle lahm gelegten Gebiete wieder voll angeschlossen sind, wird es aber noch Monate dauern. In den Versorgungsregionen Rosenau am Hengstpass, Raum Großraming/Weyer, Partenstein/Sauwald und Attersee-Ostufer wurden die Leitungen so demoliert, dass die Energie AG nun 100 Kilometer Kabel unterirdisch verlegen wird.

Energie AG-General Leo Windtner warnt jetzt vor einer mehrfach andiskutierten Ausgliederung der Stromnetze: „Damit wäre die Versorgungssicherheit in Gefahr.“ Er versichert auch, dass der Strompreis trotz der Katastrophe nicht steigen werde.

 

 

Foto: Energie AG

Samstag, 12. Juni 2021
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