Mi, 18. Juli 2018

Volksbefragung?

24.01.2018 13:26

VP und FP starten Grazer Olympia-Bewerbung

Olympische Winterspiele in Graz und Schladming? Die schwarz-blaue Koalition im Grazer Rathaus ist dafür: Schon am 15. März wird ein entsprechender Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefällt. Die Kommunisten und die SP fordern aber eine Volksbefragung. Und: Die Merkur-Arena könnte überdacht werden.

Der Schladminger VP-Bürgermeister Jürgen Winter und der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl wollen die Olympischen Winterspiele 2026 in die Steiermark holen. Ja zu diesem ambitionierten Plan sagt auch der blaue Grazer Vize-Bürgermeister Mario Eustacchio.

Grundsatzentscheidung am 15. März in Graz

Schon am 15. März wird ein entsprechender Grundsatzbeschluss für die Bewerbung im Grazer Gemeinderat gefällt - Schwarz-Blau hat die Mehrheit. Danach geht es an die Detailplanungen. Dann erst wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden, ob die Bewerbung überhaupt zugelassen wird.

"Njet" - Ruf nach Volksbefragung

Die Grazer Kommunisten sagen aber jetzt schon "Njet". KP-Chefin Elke Kahr fordert eine Volksbefragung: "Wer sich ernsthaft bewerben will, der muss viel Geld in die Hand nehmen. Die Menschen setzen andere Prioritäten als Olympische Spiele. Ohne eine Befragung, ob die Grazer Olympia überhaupt wollen, darf es keine Bewerbung geben." Auch der Grazer SP-Chef Michael Ehmann will die Grazer befragen: "Die Bewerbung für Olympia ist reizvoll. Es gilt kühlen Kopf zu bewahren, Kosten und Nutzen abzuwägen. Das letzte Wort müssen die Grazer haben."

Überdachung der Merkur-Arena und Dorf in Reininghaus?

Nagl hat für eine Volksbefragung nichts übrig - er verspricht Spiele ohne Gigantonomie und sündteure Neubauten. Die vorhandene Sportinfrastruktur soll genutzt werden. Denkbar wäre es allerdings, die Merkur-Arena zu überdachen und mit einem Spezialboden zu versehen, um dort ein olympisches Eisstadion zu haben, das danach für Konzerte genutzt werden könnte. Nagl: "Das IOC finanziert diese Spiele mit einer Milliarde Euro. Das wären die Mittel für die Adaptierung der notwendigen Infrastruktur."

Das Olympische Dorf könnte in Graz-Reininghaus errichtet werden; mit anschließender Nutzung als Wohnbau. Und: Die Winterspiele seien natürlich auch ein Job-Motor.

Die Zeit drängt

FP-Vize-Bürgermeister Eustacchio ist für die Olympischen Spiele in Graz und Schladming: "Wir müssen jetzt Fristen für der Bewerbung einhalten und rasch entscheiden. Die KP ist immer gegen alles, gegen die olympischen Spiele, gegen das Murkraftwerk usw. Wenn es später eine Mehrheit für eine Volksbefragung gibt, soll mir das recht sein. Die Bewerbung ist jedenfalls eine einmalige Möglichkeit, Graz in den Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit zu rücken."

Von: Gerald Richter

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