Di, 17. Juli 2018

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17.01.2018 17:13

Das Feuerwehr-Gesetz neu ist durch

Es war verstaubt und kompliziert: das Salzburger Feuerwehrgesetz. Am 31. Jänner wird der Landtag die gesetzlichen Rahmenbedingungen ins 21. Jahrhundert katapultieren. Wichtigste Neuerungen: Jeder Feuerwehrmann oder -frau darf bis 70 aktiv Dienst machen. Der Einsatz für andere Feuerwehren wird einfacher.

44 Paragrafen. Sechs Kapitel. "Das neue Feuerwehrgesetz ist einfach, praktikabel und lesbar", freut sich Michael Obermoser, Landtagsabgeordneter und selbst Aktiver beim Löschzug Wald-Königsleiten. Das Wirrwarr ist also nun endlich weg, das freut auch Salzburgs Kommandant Leo Winter, der jahrelang für die Novellierung gekämpft hat.

Die wichtigsten Neuerungen sind die Anhebung der Altersgrenze von 65 auf 70 Jahre. In dieser Hinsicht kam aus den Ortsstellen immer wieder Kritik, denn fitte und erfahrene Leute durften nicht mehr in den Einsatz. Auch das "Mithelfen" in anderen Gemeinden ist nun erlaubt. Stuhlfeldens Kommandant Martin Mayrhofer präzisiert: "Ich arbeite zum Beispiel in Bruck. Ist dort ein Einsatz, hätte ich gar nicht mit ausrücken dürfen. Und umgekehrt, wenn bei uns in einer Stuhlfeldener Firma Feuerwehrleute aus anderen Gemeinden arbeiten und es passiert was, müssten sie ganz genau genommen zuschauen." Damit ist jetzt Schluss, "man kann den Dienst bei mehreren Feuerwehren leisten", betont Obermoser.

Außerdem wurde der Ablauf von Wahlen, zum Beispiel des Ortskommandanten, klar geregelt. "Da draußen" bei den freiwilligen und engagierten Helfern - es gibt 10.000 aktive in Salzburg - kommen die neuen Rahmenbedingungen, die am 31. Jänner vom Landtag abgesegnet werden, gut an. Martin Mayrhofer sagt zum Beispiel: "Es kann zu Engpässen in der Tageseinsatzbereitschaft kommen. Da sind wir froh, um jeden Mann oder Frau. Ab 65 sind die Leute oft in Pension, sind daheim, verfügbar, immer noch fit. Außerdem bringen sie so viel Erfahrung mit, das ist unschätzbar wertvoll."

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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