Mi, 18. Juli 2018

Grobe Mängel

10.01.2018 07:09

3200 Risse in Atomkraftwerk unweit der Grenze

Die Wochen der Entscheidung über die Zukunft der Atommeiler in Dukovany sind angebrochen. Das Europäische Gericht prüft derzeit, ob die Millionen-Subventionen zulässig sind. Ebenfalls begonnen hat die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung. Oberösterreich äußert riesengroße Bedenken.

In einer detaillierten Stellungnahme begründet das Land Oberösterreich das eindeutige "Nein" zum Ausbau des nur 120 Kilometer von der Grenze gelegenen AKW Dukovany. Als Gründe für die Ablehnung werden die fehlende Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit sowie Sicherheitsbedenken angeführt.

Gefälschte Prüfberichte
"Die Zuverlässigkeit ist massiv zu bezweifeln. Prüfberichte haben sich als gefälscht oder von schlechter Qualität herausgestellt", ist Umwelt-Landesrat Rudi Anschober von den Grünen erschüttert. Deshalb mussten 23.000 Schweißnähte erneut kontrolliert werden. Wegen Rissen waren 3200 (Nach)-Reparaturen die Folge. Technische Probleme verursachten im letzten Jahr an 38 Tagen ungeplante Abschaltungen.

Warten auf Gerichtsurteil
Neben der Umweltverträglichkeitsprüfung läuft auch noch ein Verfahren am Europäischen Gerichtshof Es geht in erster Instanz um die Zulässigkeit von Milliardensubventionen für das britische AKW-Projekt Hinkley Point. Österreich hatte eine Nichtigkeitsklage gegen die Förderungen eingebracht. Ein Urteil wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet. "Trifft der Gerichtshof eine Entscheidung gegen staatliche Beihilfen, gibt es keinen Weg mehr für Energieunternehmen, Atomkraft wirtschaftlich darstellen zu können. Damit wären auch die Ausbaupläne in Dukovany Geschichte", erklärt Anschober.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.