Mo, 16. Juli 2018

Schlagabtausch

09.01.2018 10:29

Gefecht ums Nassfeld: Feilschen um Kärntner Anteil

Der Bieterkrimi um den Verkauf der Heta-Anteile am Nassfeld wirbelt auch politisch Staub auf. Während SPÖ, Grüne und das Team Kärnten eine parteipolitische Vereinnahmung ablehnen, bekennen ÖVP und FPÖ klar Farbe, lehnen eine Beteiligung am Nassfeld durch einen slowakischen Investor ab...

In der am Wochenende verfassten Resolution zum Nassfeld lehnen, wie berichtet, bereits neun Gemeindechefs aus der Region rund ums Nassfeld eine "slowakische Übernahme" der rund 33 Prozent der Heta- und Grawe-Anteile der Bergbahnen Pramollo AG ab und fordern zugleich das Land dazu auf, seinen Drittel-Anteil auf keinen Fall abzugeben. Denn ein Ausverkauf einer der wichtigsten regionalen Infrastrukturen ins Ausland wäre zu gefährlich.

"Heimateigentum muss im Heimatland bleiben. Das sind wir den Unternehmern vor Ort schuldig", bekräftigt auch VP-Landesrat Christian Benger und unterstützt den Weg des Kärntner Bieterduos mit Riedergarten-Chef Herbert Waldner und Friedl Seiwald. Auch FP-Landesrat Gernot Darmann fordert einen klaren Beschluss der Landesregierung für eine Kärntner Lösung und verweist zugleich auf das Skigebiet Semmering, wo nach der Übernahme durch Ukrainer enorme Probleme aufgetreten seien.

Selbst für Grünen-Landesrat Rolf Holub sei das Wichtigste, dass die Mehrheit der Anteile in Kärntner Hand bleibt, auch er unterstützt die Resolution der Bürgermeister vor Ort, lehnt wie Landeschef Peter Kaiser und Landesrat Gerhard Köfer jede parteipolitische Vereinnahmung jedoch ab. "Das Nassfeld ist für die Region zu wichtig, um damit Wahlkampf zu machen", erklärt Holub.

Promollo-Aufsichtsratschef Max Rauscher versucht unterdessen, die Gemüter zu beruhigen: "Wir werden keine ausländische Mehrheit zulassen. Selbst wenn der slowakische Investor die Anteile des Landes und der Heta übernehmen sollte, ist vereinbart, dass wir 51 Prozent halten." Zudem gebe es noch eine Reihe von Absicherungen sowie ein Rückkaufsrecht für das Land. "Für uns ist das Wichtigste, dass in die Zukunft investiert wird", ergänzt Rauscher.

Alexander Schwab, Kärntner Krone

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