Mi, 18. Juli 2018

Stauchaos

08.01.2018 19:12

Wie Grödig gegen Stau & Lärm-Wahnsinn mobil macht

Das Stauchaos in Grödig und auch in Wals-Siezenheim im Sommer hat seine Spuren bei den Bürgern hinterlassen. Verärgert sammelten sie Unterschriften, um den Wahnsinn einzudämmen. Ortschef Richard Hemetsberger reagierte und fordert nun neben der 40 km/h Beschränkung in Fürstenbrunn noch mehr.

Bereits im Frühjahr 2017 hat sich wegen der katastrophalen Verkehrslage in Grödig eine überparteiliche Verkehrsplattform gegründet. Das Ziel: Geschwindigkeitsbeschränkungen in den einzelnen Ortsteilen und eine Begleittrasse entlang der Autobahn, um den Gemeindebürgern "ihren" Ort wieder zurückzugeben.

Ortschef Richard Hemetsberger nahm sich die Anliegen der Bürger zu Herzen, leitete ein umfassendes Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft für eine 40 km/h-Beschränkung im Ortsteil Fürstenbrunn aufgrund gesundheitsgefährdender Lärmwerte ein. Im Dezember trat die Regelung in Kraft. "Dasselbe habe ich für Glanegg beantragt. Die Entscheidung ist noch offen, zusätzliche Messungen an verkehrsreichen Wochenenden sind notwendig", spricht Hemetsberger von einem hochsensiblen Thema.

Eine Verkehrsberuhigung im Zentrum stellt sich schon als etwas schwieriger dar, da die Hauptverantwortung der Landesstraßen, wie der Name schon sagt, beim Land liegt. "Auf der einen Seite muss die Flüssigkeit des Verkehrs gegeben sein, das Land hat aber auch Verständnis für die Anrainer", so der Bürgermeister, der im Frühjahr eine Lösung zum geplanten Kreisverkehr in St. Leonhard erwartet. "Dort sind viele Unfälle passiert. Die Planung wäre fertig, mit dem Grundstücksbesitzer haben wir eine gute Verhandlungsbasis."

Hemetsberger hat hierfür bei einem Verkehrsplaner aus Innsbruck Erhebungen in Auftrag gegeben, die spätestens Anfang Februar präsentiert werden. Auch in Bezug auf die Verlängerung der Linie 5 sind weitere Verhandlungen im Gange.

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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