Skuriler Nebenjob

Spaß am heißen Spiel: Toyparty-Beraterin

Sex sells - und auch Sextoys verkaufen sich gut. Heiße Geräte für heiße Spiele im Bett, damit versorgt Lisa* ihre Kundinnen. Die Wirtschaftsstudentin verdient sich ein Zubrot indem sie nebenbei als Toyparty-Beraterin arbeitet. Dabei besucht sie meist Damenrunden bei sich zuhause und verbringt einen erotisch-lustigen Abend. Worauf es ankommt und was Frauen wollen, hat sie City4U erzählt.

Seit einem Jahr ist Lisa bereits als Sextoy-Beraterin auf privaten Partys unterwegs. "Ich habe damals den Adventkalender von Amorelie gekauft und ging auf die Website, weil ich etwas nachschauen wollte. Dort habe ich gesehen, dass sie Toy-Beraterinnen in Österreich suchen und habe mich einfach beworben", erzählt die Studentin im City4U-Talk. Seitdem hat sie nicht nur viel über die Sexualität von Frauen erfahren, sondern auch viele lustige Abende mit eben jenen verbracht.

#Intim und ehrlich

Die meisten Damenrunden bestehen aus acht bis zehn Ladys und eine durchschnittliche Toyparty dauert zwei Stunden. "Es war am Anfang sehr überraschend für mich, wie intim und ehrlich die Gäste sind. Auch rücken die Freundinnen untereinander näher zusammen, da man hier andere Themen bespricht, als wenn man zusammen ins Kaffeehaus geht. Da fällt oft: 'Was? Das hast du mir ja noch nie erzählt'", lacht Lisa. Eine gewisse Affinität zu Toys sollte man als Beraterin haben, meint sie. Schließlich müsse man die Produkte glaubwürdig beschreiben können. Auch wenn man selbst nicht alles mag, sollte man sich damit auseinander setzen.

#Was Frauen wollen

Nach der Anmeldung über die Amorelie-Website tritt Lisa mit der Gastgeberin zuerst telefonisch in Kontakt, um die erste Hemmschwelle zu brechen. Eine halbe Stunde vor Partybeginn trifft sie dann ein und drapiert ihre Produkte. Wenn die Damen dann eintreffen, geht es auch schon los. "Jede bekommt einen Wunschzettel auf dem sie sich ihre Lieblingsprodukte markieren können. Die Bestellung erfolgt dann in einem anderen Zimmer privat", beschreibt die Toy-Beraterin. "Der Renner unter der Artikeln ist ein Vibrator mit beweglicher Zunge. Diesen bestellen sehr viele Frauen. Ebenso ein Massagegleitgel. Auch der Womanizer generiert sehr viel Neugierde. Er wird zwar nicht so häufig gekauft, aber nach ihm wird immer gefragt." Auch Liebeskugeln wären sehr beliebt. "Ich erzähle den Frauen wie gut sie zum Beckenbodentraining sind. Das kommt dann an."

#Drei Generationen

Die Altersklasse der Gäste ist verschieden. "Einmal war ich auf einer Generationenparty. Da war die Tochter, Mutter und Großmutter, das war sehr lustig. Die Oma hat dann auch einen Paarvibrator bestellt, den man nur zu zweit verwenden kann. Das fand ich sehr cool und dachte mir, das will ich später einmal auch", schmunzelt die 27-Jährige. Einmal versuchte eine Kundin Lisa mit deren Bruder verkuppeln, zeigte ihr Fotos und gab ihr die Telefonnummer. "Er war zwar fesch, aber das war mir doch zu skurril."

#Ein Gläschen Wein

Natürlich wird auf den Toy-Partys gerne Alkohol getrunken. Dadurch werden die Damen lockerer: "Es werden Witze erzählt, die nüchtern wohl nicht ausgesprochen werden würden. Die Frauen sind dann generell ehrlicher, was auch gut für mich ist, weil nur so kann ich ihnen das richtige Toy empfehlen." Einmal war eine Gastgeberin jedoch so betrunken, dass man mit ihr gar nicht mehr kommunizieren konnte. Das wäre aber eher die Ausnahme, versichert Lisa.

#Beraterin und Therapeutin

Meist wären die Runden jedoch immer sehr lustig und die Damen sehr angenehm. "Ich hatte noch keine Gruppe, die mir absolut unsymapthisch war. Schade finde ich es, wenn ich eingeladen werde, ohne dass ein Kaufinteresse bei den Partygästen besteht, da ich als Toyparty-Beraterin auf Provisionsbasis tätig bin." Was Lisa auch überrascht hatte, war, als sie merkte, wie wenig Frauen über ihre eigene Sexualität wissen würden: "Man ist da auch manchmal Sextherapeutin und Psychologin."

#Einfach machen!

Denjenigen, die auch gerne eine Toyparty abhalten würden, sich aber nicht trauen, rät Lisa: "Einfach machen. Es passiert nix schlimmes." Im Gegenteil, die Abende wären fast immer sehr lustig: "Einmal habe ich einen Auflegevibrator präsentiert und eine Dame meinte: 'Den nenne ich ab jetzt meinen Tangenten-Schmeichler.' Alle haben sich gewundert und gefragt, was sie denn damit meine. Ihre Antwort war: 'Ich fahr auf der Tangente in die Arbeit. Da werde ich ihn mir dann auflegen, weil dann kommt mir der Stau nicht so lange vor.' Und alle haben gelacht."

*Name von der Redaktion geändert

Jänner 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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