Unfall-Drama

Mühlviertlerin starb, weil sie Hund retten wollte

Fassungslos und geschockt reagierten Angehörige und Freunde in Schenkenfelden nach Bekanntwerden der Unfalltragödie um die 48-jährige Ingeborg B. Wie berichtet, war die Frau vor den Augen ihrer Tochter von einem Auto erfasst und getötet worden, als sie aus Sorge um ihren Hund blindlings auf die Straße gelaufen war.

"Nach einer solchen Tragödie fällt es schwer, Worte zu finden. Der schreckliche Unfall liegt jetzt wie ein Schatten über der Gemeinde", sagt Schenkenfeldens Bürgermeister Karl Winkler. Sein Vize, Günther Bergsmann, der ein Verwandter des Opfers ist, sieht sich überhaupt außerstande, darüber zu reden: "Es ist furchtbar, ich hab’ gerade erst davon erfahren."

Blindlings
Wie berichtet, war die 48-jährige Sekretärin am Mittwoch gegen 16.35 Uhr vor ihrem Haus von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Zu dem Zeitpunkt hatte die Dämmerung schon eingesetzt. Ingeborg B. wollte offenbar ihren Schäfer-Mischling retten, der von einer Wiese vis-à-vis plötzlich auf die Schenkenfeldner Straße (L 1489) zu laufen drohte. Dort hatte Tochter Sonja (23) mit ihm und zwei Jack-Russel-Terriern eines Bekannten, der zu Besuch war, gespielt. Ohne auf den Verkehr zu achten, rannte B. auf die Fahrbahn, wurde vom Pkw eines 51-Jährigen aus Reichenthal erfasst, durch die Luft geschleudert und kam 36 Meter entfernt zum Liegen: tot. Die Tochter muss psychologisch betreut werden.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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