Di, 23. April 2019
28.12.2017 15:13

Liezen

Hakel sagt nach 18 Jahren als Bürgermeister Adieu

Keiner war in Liezen länger Bürgermeister als er: Am 2. Jänner zieht sich Rudolf Hakel nach genau 18 Jahren zurück und übergibt an Roswitha Glashüttner. Damit verlässt nach Hans Straßegger (Bruck an der Mur) und Manfred Wegscheider (Kapfenberg) ein weiteres kommunalpolitisches SPÖ-Schwergewicht in der Obersteiermark die erste Reihe. Die "Krone" sprach mit Hakel über Einkaufszentren, den Verkehr im Ennstal und die aktuelle Spitalsdebatte.

"Krone": Herr Hakel, der Jahreswechsel ist für Sie der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Wie geht es Ihnen?
Rudolf Hakel: Es überwiegt die Freude. Ich bin fit, habe eine gute Nachfolgerin und keine Sorgen um die Stadt Liezen.

"Krone": Was waren Meilensteine Ihrer langen Amtszeit?
Hakel: In die Schulen ist viel Geld geflossen, es kamen unter anderem die Ennstalhalle, das Ärztezentrum, Kinderkrippen - da waren wir Vorreiter -, das Kinozentrum, die Kletterhalle. Man kann in Liezen gut leben. Und es gibt keinen Chauvinismus. Als "Zuagroaster" (Hakel ist gebürtiger Admonter, Anm.) konnte ich längstdienender Bürgermeister werden.

"Krone": Zur letzten Gemeinderatswahl 2015 wollten Sie eigentlich nicht mehr antreten…
Hakel: Dann kamen das leidige Fusionsthema und die Asylproblematik, zudem wurde das Einkaufszentrum ELI gebaut. Obwohl wir mit einer tiefschwarzen Gemeinde fusionierten (Weißenbach, Anm.), konnte die SPÖ knapp die absolute Mandatsmehrheit halten.

"Krone": Sie haben das ELI schon angesprochen, das Sie trotz Kritik etwa eingesessener Handelsbetriebe eisern verteidigten. Im Rückblick zurecht?
Hakel: Ja, ich bin überzeugt, dass es neue Kunden nach Liezen bringt. Ich war vor kurzem in Salzburg auf Kur, da hat eine Therapeutin davon geschwärmt, dass sie auf dem Weg zu ihrem Freund nach Seckau immer im ELI einkauft. Unsere Konkurrenz sind nicht die kleineren Städte, sondern Leoben, Graz, Linz und Salzburg.

"Krone": Die meisten Steirer kennen von Liezen vor allem die Durchfahrtsstraße B 320 mit vielen Geschäften und viel Verkehr. Tut es Ihnen leid, dass es keine große Verkehrslösung für das Ennstal gibt?
Hakel: Eine Endlosgeschichte. Ich war bei allen Demos für die ennsnahe Trasse dabei. Sie ist aber immer gescheitert, auch an der Finanzierbarkeit. Wir haben mittlerweile Liezen entlang der B 320 entwickelt. Es würde viele Möglichkeiten geben, den Verkehr dort flüssiger zu machen, etwa durch Begleitwege für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Überholspuren und Reduzierung des Lkw-Verkehrs, der besteht ja hauptsächlich aus Mautflüchtlingen.

"Krone": Aktuell bewegt den Bezirk nichts so sehr wie die Spitalsdebatte. Statt Bad Aussee, Schladming und Rottenmann soll es ein zentrales Spital geben. Wie stehen Sie dazu?
Hakel: Ich bin grundsätzlich für ein Leitspital. Wenn in Rottenmann die Möglichkeit dafür besteht, habe ich kein Problem damit. Wenn es im Ennstal gebaut wird, dann in Liezen, nicht auf der grünen Wiese in Trautenfels. Leider hat es nicht mehr, wie angekündigt, heuer eine Entscheidung gegeben…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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