Ausschusschef Stöger

Längstdienender Minister regelt nun den Verkehr

Vorbei ist die Regierungskarriere von Alois Stöger (SPÖ), politisch oft totgesagt, zuletzt aber wie zum Trotz mit neun Jahren Amtszeit in drei Ressorts immerhin längstdienender Minister der Republik in der abgewählten rotschwarzen Bundesregierung.

Seinen Traumjob  am Ende als Arbeits- und Sozialminister ist der 57-Jährige Mühlviertler seit der Angelobung der neuen schwarzblauen Bundesregierung kurz vor Weihnachten los. Und sein letztes Herzensprojekt, die Aktion 20.000 mit Jobs für Über-50-jährige Langzeitsarbeitslose, wird - bestenfalls - auf ein Viertel zurechtgestutzt, weil die Konjunktur neuerdings ja ohnehin boomt.

"Trostpreis" Verkehrsausschuss

Vorsitzender des Nationalratsausschusses für Arbeit und Soziales ist Stöger auch nicht geworden, den ergatterte der umtriebige steirische Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch, SPÖ. Der "Trostpreis" für Stöger ist der Vorsitz des Verkehrsausschusses; immerhin war er von Herbst 2014 bis Jänner 2016 mal Verkehrsminister.

Landes-Ambitionen? Eher nicht mehr.

In Oberösterreich ist Stöger politisch als SPÖ-Bezirksvorsitzender von Urfahr-Umgebung und als Vize von Parteichefin Birgit Gerstorfer verankert. Von möglichen Ambitionen Stögers, doch noch den SPÖ-Landesvorsitz und das Sozialressort in der Landesregierung zu übernehmen, ist auf der Gerüchtebörse kaum noch die Rede. In der Arbeiterkammer hat Johann Kalliauer mit  seiner frühzeitigen Erklärung, 2019 wieder als Präsident zu kandidieren, Stöger eine  Alternative versperrt.

Ausschusschefin Winzig

Apropos Ausschussvorsitz: Auch ein zweiter Nationalratsausschuss ist in oberösterreichischer Hand: Die ÖVP-Abgeordnete Angelika Winzig leitet den Budgetausschuss, der sich mit den Bundesfinanzen und Budgetbegleitgesetzen befasst.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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