SPÖ hat Zweifel:

Debatte um Versorgung in Kepler Uniklinik

Das Linzer Kepler Uniklinikum hat noch viel Aufbauarbeit bei Forschung und Lehre nötig, was logisch und unbestritten ist. Dass es aber auch bei der Patientenversorgung noch einigen Nachholbedarf gebe, will man in der KUK-Führung so nicht unterschreiben. Die SPÖ ortet hier vor allem im Vergleich mit Graz hohe Defizite.

SPÖ-Politiker Peter Binder schließt an die Debatte um Wartezeiten auf planbare Operationen an, die gerade im KUK  teils sehr lang sind. Binder glaubt die Ursache zu kennen: "Die steigenden Patientenzahlen bei teils erschreckend niedrigem Personaleinsatz führen nicht zu gleich guter Gesundheitsversorgung, sondern produzieren  eine dramatische Verschlechterung bei den Wartezeiten. So wird das Leuchtturmprojekt Kepler-Uniklinikum eher ins Gerede kommen, statt ein  Vorbild zu sein."

Vergleich von Kennzahlen mit Graz
Der SPÖ-Politiker verweist auf einen Kennzahlenvergleich, nach dem das Linzer KUK vor allem in Relation zum Uniklinikum Graz schlecht aussehe - schon bei der Gesamtzahl Mitarbeiter pro Bett, die in Graz 4 und in Linz 2,8 beträgt. Heruntergebrochen auf Ärzte und Pflegekräfte wird das Bild noch trister. Anders gewendet ist das KUK mit knapp 300.000 Euro jährlicher Aufwendungen pro Bett um gut 100.000 Euro effizienter als Graz.
Die KUK-Führung kennt diesen Vergleich nicht, hält ihn aber  auch erst  für seriös, wenn in Linz der Vollausbau der Medizinfakultät geschafft ist. Man gewährleiste "eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau".

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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