Di, 17. Juli 2018

"Krone"-Interview

02.01.2018 09:55

Sólstafir: "Auf Tour zu sein macht geisteskrank"

Nur wenige Bands können an einem Tag bei einem harten Metalfestival auftreten und am anderen für Familien samt Kindern in der holländischen Einöde konzertieren - bei den Isländern von Sólstafir funktioniert diese Gratwanderung scheinbar mühelos. Irgendwo zwischen Black Metal, Alternative- und Post-Rock befindet sich das seit mehr als 20 Jahren tätige Quartett rund um Frontmann Aðalbjörn "Adde" Tryggvason, der uns im Zuge eines fast ausverkauften Konzerts in der Wiener Arena Rede und Antwort stand.

Die Magie Sólstafirs erwuchs erst langsam. Ähnlich wie ihr Heimatland Island profitierten auch die Bands von dort vor allem in den letzten Jahren vom wachsenenden Hype festländischer Europäer. War jahrelang die Avantgardepop-Künstlerin Björk das große Aushängeschild des Landes, schwappen seit rund zehn Jahren immer mehr und mehr innovative und qualitätsvolle Künstler aus unterschiedlichsten Genres über die See. Den Reykjavikern von Sólstafir gelang erstmals 2009 mit dem Album "Köld" größere Breitenwirksamkeit, zwei Jahre später eroberte die Single "Fjara", mit der sich Adde und Co. endgültig von allen Metal-Schubladisierungen freischwammen, Herzen und Seelen der Fans. Seitdem hat das Quartett seine musikalische Nische im elegischen Post/Alternative Rock gefunden und bespielt von Tour zu Tour größere Hallen.

Unterbrochen wurde diese aufstrebende Idylle nur von einem nachhaltigen Streit zwischen dem Sänger und Ex-Drummer Gummi. Einst das führende Kreativduo, mittlerweile unverbesserliche Streithähne, die sich längst vor Gericht duellieren und das Auseinanderdriften vor allem zu Beginn in seifenopernähnlicher Form im Internet exerzierten. Adde spricht mit uns im ausführlichen Interview nicht nur über die Popularität Islands und seiner Musik, sondern auch über die schmerzhafte Abkopellung von Gummi, schlagzeilenträchtige Klischees und die großen Vorteile, musikalischer Multikulturalität.

"Krone": Adde, mit jedem neuen Album gewinnt ihr an Publikum dazu und spielt vor immer mehr Menschen in immer größeren Hallen. Was denkst du über diese scheinbar nicht enden wollende Popularität Sólstafirs?
Aðalbjörn "Adde" Tryggvason: Ich habe ehrlich gesagt auf einen Stillstand gewartet, aber er kam nie. In einer Band zu spielen ist wie eine Geisteskrankheit. Du kriegst kaum Geld, wechselst außerhalb der Band von Job zu Job, hast keine Lust mehr auf das Touren und siehst deine Kinder nie - trotzdem machst du immer weiter. Würde unsere Popularität massiv zurückgehen, dann würden wir wahrscheinlich aufhören oder zumindest für sechs, sieben Jahre von der Bildfläche verschwinden. Glücklicherweise ist es noch nicht so weit. Derzeit können wir durch die ganze Welt touren, in Wien kommen fast 1000 Menschen, um uns zu sehen und wir können die Musik spielen, die wir lieben. Außerdem haben wir eine gute Plattenfirma und erfreuen uns unserer Popularität.

Wenn man so viele Opfer bringen muss als Musiker, der sich mit seiner Profession nicht so einfach den Lebensunterhalt verdienen kann, denkt man da zwischendurch nie ans Aufhören?
Das ist der falsche Ansatz. Ich will mich nicht beklagen, denn ich habe mir das so ausgesucht. Ich habe keine Kinder, habe nie die Uni besucht und die Band gegründet, als ich 18 war. Ich wollte nie etwas anderes machen und muss deshalb nicht wirklich Opfer bringen. Natürlich vermisse ich es manchmal auch, auf Kindergeburtstage zu gehen wie andere Menschen in meinem Alter. Unser Gitarrist Sæþór hat das jüngste Kind in der Band, es ist etwa drei Jahre alt, und er ist monatelang auf Tour - das ist nicht immer einfach. Auf Tour kannst du etwas Geld verdienen, aber daheim musst du einen normalen Job annehmen. Es ist nicht immer einfach, dann zuhause sofort eine Arbeit zu finden. Man ist 40 oder älter und hat keine wirkliche Karriere, zu der man zurückkehren kann, weil man dauernd kündigt. Das macht dich eben manchmal etwas geisteskrank. (lacht) Manchmal spielt dir dein Gehirn einen Streich und sagt dir, wenn du diese eine Tour noch machst, kriegst du so viel Geld, dass du dir keine Sorgen mehr machen musst. Nur leider ist es nie so. Als ich 14 war, habe ich mir die Obituary-Albumcover angesehen wie etwa die "Cause Of Death". Ich dachte damals, die müssen in Schlössern wohnen, aber in Wirklichkeit hatten sie keinen müden Cent. Man muss jetzt keine Opfer bringen, aber du musst sehr viele normale Dinge wie ein konstantes Einkommen einfach vergessen.

Als du die Band mit 18 gegründet hast, war die Musik eine ganz andere und deine Lebensziele unterschieden sich wahrscheinlich auch von der heutigen Gegenwart. Was wolltest du damals mit der Band erreichen?
Ich wollte ein Demo machen, ein Konzert spielen und mit befreundeten Bands Kassetten tauschen - all das hat funktioniert, auch wenn das erste Konzert in Island drei Jahre gedauert hat. Zehn Jahre nachdem wir die Band gegründet haben, sind wir nach Dänemark gegangen, um ein Konzert zu spielen und dann ging es weiter nach Finnland. Warum also nicht gleich eine Tour? Jetzt touren wir rund um die Uhr. Wenn du das ganze Bild beobachtest, ist es wie beim Lego - die Steine fügen sich zusammen. Jetzt sind wir auch schon in Südamerika und Japan unterwegs und spielen oft als Headliner. Es braucht alles seine Zeit, aber es wird.

Sind auch all deine Alben nach einem Lego-System aufgebaut? Dass sie eine zusammenhängende Geschichte erzählen?
Ja, es gibt zumindest eine logische Entwicklung. Wenn man fünf Alben auf den Tisch wirft und sie vergleicht, ist es sehr einfach, eine Verbindung zu erkennen, denn es stecken zwischen allen an die drei Jahre, in denen jemand sterben oder geboren werden kann. Man verändert sich als Mensch beträchtlich. Jedes Album ist ein Foto eines Lebensabschnitts und man würde ein Riff von vor 15 Jahren heute nicht mehr so schreiben. Wir haben immer noch zwei Gitarren, einen Bass, Schlagzeug und Verstärker - ich singe heute öfter klar und wir spielen mittlerweile fast zwei Stunden pro Abend. Wir spielen keine Songs der ersten beiden Alben, weil die Band damals andere Mitglieder hatte und sie einfach nicht ins Bild passen. Sie waren auch nie für Livekonzerte gedacht, sondern eher Kopfgeburten aus den frühen Jahren. Heute sind wir mehr eine Band und agieren ganz anders.

Du bist jemand, der den Sound und auch den Zugang dazu immer wieder verändern, erneuern und adaptieren wollte. War es innerhalb der Band immer einfach, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen? Konnten dir die anderen schnell folgen?
Doch, das klappte immer ganz gut. Unser Ex-Drummer Gummi und ich waren immer diejenigen, die das Tempo vorgaben. Es war wie eine gute Ehe, wir haben gar nicht viel geredet, aber es ging immer sehr gut. Natürlich gibt es Diskussionen und manchmal wird auch um gewisse Teile gestritten, aber nur so entsteht im Endeffekt etwas Gehaltvolles.

Mittlerweile habt ihr euch von der Metalwelt emanzipiert und eine wesentlich breitere Publikumsschicht erspielt. War das stets eine wichtige Intention?
Als Metallica auf der "Ride The Lightning" den Song "Fade To Black" hatten und erstmals auf eine Akustikgitarre setzten, wurden sie abgrundtief beschimpft. Wir haben damit 2009 mit dem "Köld"-Album begonnen, das wir schon 2007 aufgenommen hatten. 2011 kam dann die "Svartir Sandar" mit unserem bislang größten Hit "Fjara", der mit Heavy Metal überhaupt nichts mehr zu tun hat. Auch "Ótta" war wieder ganz anders, aber wir wollen uns immer entwickeln. Ich finde nicht, dass wir eine Heavy-Metal-Band sind. Wir sind Metaller im Herzen, lieben alle Judas Preist, aber sind heute längst woanders angekommen. Ich mochte auch immer Pearl Jam oder Nirvana, was bei vielen Metalfans schwer verpönt ist. Wenn du nur im Heavy-Metal-Land lebst, bist du sehr limitiert. Immer nur Wacken oder Hellfest spielen, kann nicht alles sein. Auch wenn wir das Brutal Assault in Tschechien lieben und dort wieder hinkommen. Andererseits sind wir auch bei einem familienorientierten Festival in Holland. Die Stadt bezahlt uns und dort sind Kinder mit bunten Ballons. Wir lieben diese Abwechslung und können überall dieselben Songs singen.

Norwegische oder schwedische Bands werden prinzipiell mit einem bestimmten Sound gleichgesetzt. Isländer haben diesen Trademark-Sound nicht. Erschwert diese Tatsache ein schnelleres Karrierevorankommen?
Bei uns wird alles mit Sigur Rós verglichen, aber für mich gehören sie zu den größten Bands auf diesem Planeten. Sie sind moderne Pink Floyd. Es wäre gelogen zu sagen, sie hätten keinen Einfluss auf uns gehabt. Sie haben fast alle in Island beeinflusst, ob sie das zugeben wollen oder nicht. Es hat sicher auch mit unserer Mentalität zu tun. Im Gegensatz zu England, Frankreich, Italien oder fast Deutschland haben wir Isländer nie die Welt beherrscht. Wir sind eine Art Dritte-Welt-Land in Europa - zumindest bis 1944, als wir unabhängig wurden. Wir haben eine Art Hillbilly-Mentalität, in der man sich gegenseitig hilft und die Musik für sich macht. Einfach in der Garage stehen und es tun, diese Einstellung haben wir alle verinnerlicht. Wir klingen sehr authentisch, weil man uns mit keinem anderen Sound vergleichen kann. Auch wenn wir von italienischen Spaghetti-Western oder französischen Noir-Sounds beeinflusst sind, wirst du das bei Isländern nie heraushören. Als Insider ist es schwierig, das wirklich zu bewerten.

Ist es wirklich so, dass die isländische Umgebung dich nachhaltig zum Songschreiben beeinflusst, oder ist das eher ein schönes Klischee, mit dem sich die Band sehr gut vermarkten lässt?
Ihr Journalisten kommt doch immer wieder daher und braucht das Klischee für eure Schlagzeilen. Ihr wollt immer wissen, wie wir von der Natur beeinflusst sind. (lacht) Die Natur hängt aber direkt mit unserer Mentalität zusammen. Wenn ich in mein Auto steige und zehn Minuten weit fahre, bin ich in einer Gegend, wo den ganzen Tag ein verdammter Schneeblizzard tobt. Das ist ganz normal. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der es sechs Monate lang zwei Meter Schnee gibt und die Sonne oft nur zwei Stunden am Tag scheint. Vor 30, 40 Jahren hat sich noch niemand für Island interessiert, heute wird es gehypt und die Touristen überrennen uns. Wir haben Erdbeben, lange Winter und oft Stromausfälle. Die Schulen haben aufgrund der Wetterlage oft geschlossen. In London oder nicht einmal in Kopenhagen musst du Naturkatastrophen befürchten, das gibt es nicht in Metropolen. In Reykjavik hingegen bist du direkt an der Quelle, es kann immer etwas passieren. Ihr könnt euch sicher noch an den Vulkan Eyjafjallajökull erinnern? So ist das eben bei uns.

Wenn man so wie du oft in der ganzen Welt unterwegs ist, kann man sich diese isländischen Eindrücke für das Songwriting und das Markenzeichen als Band bewahren?
Ich weiß es nicht. Ich habe eine Zeit lang in London gelebt und war auch woanders viel unterwegs. In London zu wohnen fühlt sich an, als residiere man in einer Grafschaft in Mordor. Wenn man wo lebt, findet man gewisse Sachen einfach nicht mehr interessant. Ich habe nie verstanden, warum so viele Leute auf die Bauten des 14. Jahrhunderts in England abfahren. Die stehen ja eh schon immer da. Aber das ist wohl die Magie, die dir verloren geht, wenn du konstant an einem Ort lebst.

"Fjara" war ein wichtiger Baustein für euren nachhaltigen Erfolg. Er hat die derzeitige Musik von Sólstafir definiert und wurde zu einer Art Hymne der Band. Hast du schon damals gespürt, dass diese Nummer etwas Besonderes werden wird?
Nein, so klar war mir das natürlich nicht. Der Song war sehr bandorientiert. Wir haben auf verrückes Zeug gesetzt. Auf demselben Album hatten wir eine Wetteransagerin, mit der wir aufwuchsen. Sie ging dann in Pension und wir wollten immer ihre Stimme haben. Also haben wir sie angerufen und sie aus der Pension gerüttelt. Die verrücktesten Ideen sind immer die besten. Ich habe das Gitarrenriff für "Fjara" quasi falsch gelernt und das dann beibehalten. Unser Gitarrist Gringo spielte dann das Schlagzeug und alles passierte eher zufällig. Er erzählte mir von der Band Bohren und der Club Of Gore und den Brass-Sektionen, die es dort gab. Also haben wir das einfach versucht und den Song mit Brass und nichts anderem begonnen. Wir waren gar nicht so selbstsicher, denn das originale Demo endet mit Blastbeats. Der Song dauerte dort sieben Minuten und dann hast du noch eine ganze Minute mit Blastbeats. Wir mussten uns aber eingestehen, dass das etwas zu klischeehaft und unnatürlich war. Warum brauchten wir diesen Black-Metal-Touch? Andererseits hatten wir wohl Angst, dass wir für die softe Ausrichtung zu stark beschimpft werden würden. Die Keyboards wurden erst später hinzugefügt und unser jetziger Drummer hat schon damals die Backing Vocals gesungen. Als Gast hatten wir dann einen Klavierspieler, der immer schlecht gelaunt war. Wir musste ihm immer zwei Päckchen Winston-Zigaretten geben, weil er sonst unausstehlich war. (lacht) Außerdem war er noch betrunken, als er seine Spuren aufnahm. Es war eine lustige Reise mit vielen Unfällen und Abenteuern. Wir nahmen das dann in meinem Wohnzimmer auf - das sind wirklich schöne Erinnerungen.

Gummi musste die Band aus im Internet in allen Details stehenden Gründen 2015 verlassen. Fühlst du dich als Alleinverantwortlicher für das Songwriting jetzt freier?
Nein, absolut nicht. Natürlich vermisse ich diese Person, mit der ich so viel und gut zusammenarbeitete, du kannst sie nicht ersetzen. Die Negativität und der über alles ziehende Schatten waren aber so stark, dass sie immer die gute Zusammenarbeit überboten. Wenn du acht Wochen im Bus tourst, nicht mit einer Person reden kannst und dauernd mit Wodkaflaschen beworfen wirst - das ist es einfach nicht wert. Wie würdest du dich fühlen, wenn du dauernd mit Flaschen beworfen wirst? Würdest du dann mit mir abhängen wollen? Wenn es um die Kreativität ging, hatten wir aber eine grandiose Beziehung.

Diese Trennung entwickelte sich zu einer unglaublichen, beidseitigen Seifenoper auf den Social-Media-Plattformen. Hast du nie befürchtet, dass das dem Ruf der Band nachhaltig schaden könnte?
Doch, natürlich wusste ich das. Vom ersten Moment an. Die Frage war nur, wird es eine komplette Zerstörung, oder kommen wir mit einer Fleischwunde davon? Wir haben die Fleischwunde gewählt und sind zum Glück relativ gut davongekommen. Wenn ich, so wie Gummi, einen Blog eröffnen und Lügen über dich verbreiten würde, würden mir auch einige Leute glauben. Ob es stimmt oder nicht, das kann ich nicht kontrollieren. Je mehr Erfolg jemand hat, umso negativer wird man angegriffen und umso stärker sind die Auswirkungen. Wir spielen aber heute vor ausverkauften Hallen und uns geht es gut - somit ist es all die Mühen, Verhandlungen und Diskussionen absolut wert.

Gummi hat unlängst mit dem neuen Projekt Katla sein Debütalbum veröffentlicht. Kannst du dir das anhören?
Ich warte tatsächlich seit Wochen, dass mir endlich jemand diese Frage stellt. (lacht) Ich kann es aber nicht, unmöglich. Es würde sich so anfühlen, als würdest du einen Porno mit deiner Ex-Frau in der Hauptrolle sehen. Wir waren uns früher so nahe, dass ich mir zumindest die 7-Inch angehört habe und die ist wirklich gut. Wir haben ja auch so viele Songs zusammengeschrieben, die ich nicht einfach nicht mehr spielen kann. Mir tut es aber nicht gut. Wir haben ein Gerichtsverfahren, das uns unheimlich viel Geld und Nerven kostet und er hat immer noch einen Blog, wo er Lügen über mich verbreitet und zudem auch noch einen Twitter-Account unter dem Namen Sólstafir. Es ist einfach zu viel Negatives, ich habe nicht die Zeit, mich mit dieser negativen Scheiße zu befassen. Würde ich Katla hören, würde das nur meine Laune ruinieren.

Ist in einem kleinen Land wie Island mehr Austausch zwischen stilfremden Künstlern? Ist es dort leichter, als Metal-Musiker mit Indie-, Alternative- oder Hip-Hop-Acts zusammenzuarbeiten?
Das ist eine sehr gute Frage und eigentlich der Antrieb für die ganze Szene. Alles begann Ende der 80er-Jahre mit den Sugarcubes, wo damals Björk sang. Sie waren inspirierend für alle anderen Bands, die danach kamen. Es war eine New-Wave-Band mit einem Punk-Einschlag und das funktionierte. Es gab damals auch keine Rock-, Jazz- oder Hip-Hop-Clubs, sondern nur Bars, wo sich alles versammelte. Wir haben mit allen Bands verschiedenster Couleur zusammengespielt. Von Indie über Pop und Reggae bis hin zu Hardcore-Bands, die ich überhaupt nicht mag. Es war jeder vom anderen beeindruckt oder zumindest verwundert, was es nicht so alles gab. Es ging um Kreativität und Party. Der bekannteste Rapper Islands spielte an der Tür neben Sigur Rós. In einem kleinen Land geht das gar nicht. Geändert sich alles, als Reykjavik als Hauptstadt zusehends wuchs. Da gab es dann die ersten Szenebildungen, aber für die Kreativität ist es viel besser, wenn sich alles verrührt. Würdest du nur Death Metal hören und Death Metaller treffen, wie sollst du dich dann entwickeln? Ich mag weder Korn, noch Dubstep, aber als die sich dieser Richtung bedienten, haben sie etwas Neues probiert. Das finde ich großartig. Es geht doch immer darum, etwas Neues zu finden, es muss nicht immer Deep Purple sein. Ich hasste Nu-Metal, aber ich muss respektieren, dass dort um das Millennium herum wirklich viel passierte. Die Kids begannen mit Limp Bizkit und kamen über Umwege hin zu Deicide. Musikalische Vermischung bringt einen immer weiter.

Robert Fröwein
Robert Fröwein

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