Fr, 26. April 2019
19.12.2017 08:33

Trotz Kritik

Zwei verurteilte Mörder in Japan hingerichtet

Ungeachtet internationaler Kritik hat die Regierung in Japan erneut zwei Todesurteile vollstrecken lassen. Zwei verurteilte Mörder, von denen einer zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war, wurden hingerichtet. Teruhiko Seki und Kiyoshi Matsui wurden am Dienstag erhängt, wie das Justizministerium in Tokio mitteilte.

Seki war wegen der Ermordung von vier Menschen im Jahr 1992 zum Tode verurteilt worden. Zum Tatzeitpunkt war er 19 Jahre alt und damit nach japanischem Recht noch minderjährig. Volljährig wird man in Japan mit 20 Jahren. Medienberichten zufolge war es die erste Hinrichtung eines Verurteilten, der die Tat als Minderjähriger begangen hatte, seit 20 Jahren.

Seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Shinzo Abe Ende 2012 sind in Japan 21 Menschen hingerichtet worden. Japan ist neben den USA die einzige größere Industrienation, in der die Todesstrafe noch vollstreckt wird. Zwar gibt es immer wieder Proteste von Menschenrechtsgruppen, in der Bevölkerung gibt es aber breiten Rückhalt für die Todesstrafe. Die Juristenvereinigung des ostasiatischen Landes hatte sich im vergangenen Jahr erstmals für die Abschaffung der Todesstrafe, die in Japan durch den Strang vollstreckt wird, bis 2020 ausgesprochen. Dann wird Japan Gastgeber der Olympischen Spiele in Tokio sein.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Dort wartet Lazio Rom
Atalanta Bergamo im italienischen Cup-Finale
Fußball International
Willkommen, Mary-Lou!
Baby-Alarm! Marcel Sabitzer ist Vater geworden
Fußball International
„Nicht korrekt!“
DFB-Geständnis: Bayern-Elfer war Fehlentscheidung!
Fußball International
Identitäre, BVT etc.
Strache übersteht Misstrauensantrag der SPÖ
Österreich

Newsletter