18.12.2017 20:29 |

Gericht

Prozess: Mord im Alkoholiker-Milieu

Hat der untergetauchte Gewalttäter Rene L. im Juni den Pensionisten Josef Füßl in dessen Wohnung getötet? Diese Frage müssen acht Geschworene am 1. Februar im Landesgericht klären. Da wird sich der Salzburger dem Vorwurf des Mordes stellen. Bisher schweigt der 13-fach Vorbestrafte. DNA-Spuren belasten ihn.

Am 15. Juni entdeckten Polizisten die Leiche von Josef Füßl in der Josef-Ressl-Straße 35 in Salzburg-Taxham: Der leblose Körper lag in Decken eingehüllt auf einem Bett und war bereits verwest. Nachbarn hatten die Polizei aufgrund des üblen Geruchs alarmiert.

Noch am selben Tag klickten für den Verdächtigen Rene L. (33) die Handschellen: Er kannte das Opfer, nächtigte in dessen Wohnung seit März - offenbar schlief L. sogar neben der Leiche. Bei Füßl hatte der notorische Straftäter Unterschlupf gefunden, nachdem er einen Haft-Freigang zur Flucht nutzte. Drei Jahre hätte L. absitzen müssen. Er und das Mordopfer waren Trink-Kumpanen und im Alkoholiker-Milieu bekannt.

Ein Streit dürfte wohl zur Bluttat geführt haben: Laut Anklage hat L. den am Boden liegenden Pensionisten getreten, geschlagen und gewürgt - bis dieser nicht mehr atmete. Mehrfach wurden in der Wohnung DNA-Spuren von L. gefunden, die den Salzburger schwer belasten. Bis jetzt schweigt er zum Mord-Vorwurf von Staatsanwalt Marcus Neher. Der Prozess unter Vorsitz von Richterin Martina Pfarrkirchner findet am 1. Februar statt. Verteidigt wird der Angeklagte durch Christoph Mandl.

Antonio Lovric, Kronen Zeitung

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