Fr, 19. April 2019
19.12.2017 07:10

Drama in den USA

Zugwaggon auf Highway gestürzt: Mehrere Tote

Bei einem schweren Zugsunglück im Nordwesten der USA sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und 100 weitere verletzt worden. Der Zug entgleiste nach Behördenangaben am Montag bei der ersten Fahrt auf einer modernisierten Strecke im US-Bundesstaat Washington. Mehrere Waggons stürzten dabei von einer Brücke auf eine vielbefahrene Straße, die Unglücksursache ist noch unklar. Einige Menschen hätten sehr schwere Verletzungen erlitten, die Zahl der Toten könne deshalb noch ansteigen.

Der Amtrak-Zug mit 77 Passagieren auf dem Weg von Seattle nach Portland entgleiste gegen 7.40 Uhr morgens in einer Kurve nahe der Stadt DuPont. "Plötzlich haben wir dieses Geschaukel gefühlt und ein knarrendes Geräusch gehört, und es hat sich angefühlt, als ob wir einen Hügel herunterfahren", sagte der Fahrgast Chris Karnes einem lokalen Fernsehsender. "Wir werden in die Vordersitze geschleudert, Fenster zerbrechen, wir kommen zum Stehen, aus dem Zug läuft Wasser. Die Menschen haben geschrien."

Waggons stürzten von der Eisenbahnbrücke auf die Schnellstraße Interstate 5 und beschädigten mitten in der Rushhour fünf Autos und zwei Lastwagen. "Als wir an den Unfallort kamen, war klar, dass es Todesopfer und Verletzungen gibt", sagte der Polizeisprecher von Pierce County, Ed Troyer. Demnach kam in den Autos aber niemand ums Leben. Der Präsident der Bahngesellschaft Amtrak, Richard Anderson, zeigte sich erschüttert über den Vorfall und versprach den Passagieren, Bahnmitarbeitern und ihren Familien Hilfe.

"Menschen haben geschrien, dann sind die Lichter ausgegangen"
Ein Sprecher des Sheriffs sagte, mehrere Autos und Lastwagen auf der Interstate 5 seien von dem Waggon getroffen worden. Ein weiterer Fahrgast des Zuges sagte der "Seattle Times": "Wir haben ein Bersten und ein Zerbrechen gehört, Menschen haben geschrien, dann sind die Lichter ausgegangen." Er und sein Freund hätten großes Glück gehabt, weil sie in die Polster der Sitze vor ihnen geschleudert worden seien. Sie hätten dann die Fenster eingetreten und seien aus dem Zug über eine Böschung gesprungen.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums des Bundesstaates Washington befuhr der Zug zum ersten Mal einen neuen Streckenabschnitt, als es zu dem Unglück kam. Es gebe am Ort des Geschehens keine Weichen oder Bahnübergänge, sagte eine Sprecherin der "Seattle Times". Die Ursache des Unglücks sei völlig unklar.

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