Mi, 24. April 2019
18.12.2017 15:56

Mittels Tomographie

Ältesten Brustkrebsfall der Welt in Mumie entdeckt

Wissenschaftler um Miguel Cecilio Botella López von der Universität Granada haben bei der Untersuchung von ägyptischen Mumien den ältesten Fall von Brustkrebs der Welt entdeckt. Nachweisen konnten sie ihn mittels Computertomographie bei den einbalsamierten Überresten einer Frau, die 2000 Jahre vor Christus in der Nekropole von Qubbet el-Hawa im ägyptischen Assuan bestattet worden war.

Für die Untersuchung haben die Forscher die Mumien mit einem hochauflösenden Computertomographen näher unter die Lupe genommen und ihr Inneres sichtbar gemacht. Dabei hätten sie in den sterblichen Überresten Anzeichen einer bereits weit fortgeschrittenen Brustkrebs-Erkrankung gefunden, berichten die Wissenschaftler. Das belege, dass Krebs schon lange ein Begleiter des Menschen gewesen sei.

Aus den Untersuchungen der Mumie gehe zudem hervor, dass dies Frau vermutlich bis zu ihrem Tod medizinisch versorgt und gepflegt wurden, so die spanischen Forscher, die in der Nekropole Qubbet el-Hawa bei einer weiteren Mumie Hinweise auf ein Multiples Myelom, eine knochenzerstörenden Krebserkrankung, fanden.

Aus den reich verzierten Leichentüchern schließen die Experten der Universität Granada, dass beide Verstorbenen Angehörige der Herrscherklasse waren und wahrscheinlich während ihrer langen Krankheit gut gepflegt worden sind. In beiden Fällen handle es sich jeweils um die bislang ältesten bekannten Nachweise dieser Krankheiten beim Menschen, heißt es.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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