08.01.2007 15:47 |

Krankenhaus irrt

"Tote" mit falschen Papieren entlassen

Unfassbare Pannenserie im Krankenhaus in Mistelbach (Niederösterreich): Erst teilten Schwestern dem Sohn einer 64-jährigen Patientin mit, dass seine Mutter tot sei. Einen Tag später klärte sich der Irrtum auf. Und als die Frau jetzt das Spital verlassen konnte, wurde sie mit Befunden eines anderen Kranken heimgeschickt!

"Ihre Mutter ist leider verstorben." Mit dieser traurigen Nachricht wurde Leopold Eißler (39) kurz vor Weihnachten in der Klinik empfangen. Die 64-Jährige sollte wegen eines Darmgeschwürs behandelt werden. "Es ging ihr sehr schlecht", so der Sohn.

Er eilte sofort zum Pfarrer seines Heimatortes, um das Begräbnis zu organisieren. Eißler: "Am nächsten Tag war aber der Leichnam meiner Mutter unauffindbar." Der Grund: Herzlinde Eißler lebte! Nur zwei Wochen später ein weiterer, gefährlicher Irrtum: Die Frau wurde mit Befunden eines anderen Patienten entlassen. "Sie hätte an den darin vorgeschriebenen Medikamenten sterben können", so der Sohn.

Spitalschef Otto Traindl: "Wir tun alles, um zu klären, wie das passieren konnte."

Christoph Weisgram
Symbolbild (Foto: Klemens Groh)

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