15.12.2017 16:06 |

Menschen in Salzburg

Sie folgt dem Stern

Mutig sie, wird vor viel Publikum nicht nervös und spielt gern am Saxofon: Lorena Resch (10 Jahre) aus Forstau, Hirtenkind mit großer Rolle.

Ihr dicker Janker, der einfache Rock und die Umhängtasche: Es erinnert an früher, an das einfache Leben der Hirten. "Heiß ist es schon recht", sagt sie über ihr Kostüm und krempelt die Ärmel hoch. Sonst trägt sie lieber Pulli und Jeans.

Lorena Resch gehört schon zum zweiten Mal zu den Hirtenkindern, den wahren Stars beim Salzburger Adventsingen im Festspielhaus, die jedes Jahr zu Publikumslieblingen werden. Und sie hat gleich eine Hauptrolle übernommen: Zu dritt begleiten die Kinder einen blinden Hirten (Wolfgang Hundegger). "Es fühlt sich wie eine große Verantwortung an", sagt sie über die berührende Inszenierung, wirkt dabei sehr vernünftig für ihr Alter. Es ist ein ernster Moment. Aber hinter der Bühne: "Da wird auch geblödelt", verrät Lorena und fühlt sie wohl in der großen "Familie" aus Solisten, Chor, Regie

Die Musik brachte sie auf die große Bühne: "Meine Lehrerin hat mich gefragt", erzählt das Hirtenmädl. Ganz schön aufgeregt war sie am Anfang. Aber jetzt ist sie an alles schon gewohnt, auch das Blitzlicht. Lorena saust hinter Bühne umher. Alles ist vertraut.

Früher in der Schule führten die Kinder aus Forstau auch Hirtenspiele auf: "Die Maria, ein Hirte und einmal ein Engel war ich schon", erzählt sie über ihre Roleln. Doch das war anders, jetzt lauschen Tausende gebannt, wenn Lorena mit den anderen Hirten dem Stern folgt und dem Jesu-Kind ein "Hendl, das Eier legt" mitbringen will. erwurzelt in ihrer 500-Einwohner-Heimat Forstau bei Radstadt ist sie. Das passt zur Adventbühne.Und sie weiß: "In der Stadt möchte ich nicht wohnen." Da schon lieber: Die Natur, Bobfahren , Snowboarden. Oder hinauf zur Oma auf den Bauernhof. Dort wird die Familie auch Weihnachten feiern. "Es gibt Würstlsuppe und spanischen Schinken von meinem Onkel", schätzt sie schon mit Zehn die Traditionen.

Bis zum Heiligen Abend steht die erst Zehnjährige aber noch einige Male auf der Bühne: "Die ersten drei Reihen sieht man noch", erzählt sie über ihren Blick in die Zuschauer. Die hinteren Ränge verschwimmen zu einem hellen Fleck. Ihre Lieblings-Szene? "Dass wir auf der Bühne auch Schlafen und Essen dürfen." Dann wird musiziert, zünftig bei Landler und Pasch. Geübt wurde viel. Los ging es auch für Lorena schon im Herbst auf der Loferer Alm. Heimweh hatte sie, ein große Dame, nicht. hre Wünsche ans Christkind? "Lego!" Und vielleicht ein Tablet, aber nicht unbedingt. Weil Lorena ein bodenständiges Pongauer Mädchen ist, das sich auch über die kleinen Dinge freut.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

Steckbrief:

Geboren am: 6. Februar 2007, zu Hause in Forstau.
Familie: Mama Barbara, Oma, Onkel, Cousin
Schule: Erste Klasse in der Hauptschule Radstadt.
Meine Lieblingsfächer: Deutsch und Englisch mag ich, Mathe ist ein bisschen schwieriger, aber auch okay.
Berufswünsche: Viele verschiedene (lacht), Kamerafrau, Marionettenspielerin, Synchronsprecherin
Meine Hobbys: Skifahren, Snowboarden, Bobfahren mit meinem Cousin, im Sommer Radfahren und Schwimmen.
Ich lese: Nicht so viel, manchmal leihe ich mir aus der Schulbibliothek Bücher aus, meistens auf Englisch.
Ich höre: Die CD vom heurigen Adventsingen habe ich mir schon angehört; auch Pentatonix (generell gern A-capella).
Urlaub: Ich war schon oft in Spanien, auch Burgenland.
Ich bin: Quirlig, kann auch manchmal überdreht sein und ich spiele gern die Chefin (grinst).
Erfolg heißt: Wenn eine Vorstellung gut läuft.
Mich freut: Gute Noten, vor allem in Englisch (meine Mama ist Rezeptionistin und kann das auch gut).
Mich ärgert: Wenn mir die Mama mehrere Dinge gleichzeitig aufträgt.
Wünsche ans Christkind: Lego, vielleicht ein Tablet.

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