15.12.2017 09:52 |

8 Mio. € Mehrkosten

Sanierung des Parlaments dauert acht Monate länger

Die Sanierung des Parlamentsgebäudes am Wiener Ring wird acht Monate länger dauern als ursprünglich geplant. Die Abgeordneten können nicht schon in den Sommerferien 2020 in den Theophil-Hansen-Bau zurück, sondern müssen noch bis März 2021 in den Ausweichquartieren in der Hofburg bleiben. Aus Kostengründen mussten mehrere Ausschreibungen wiederholt werden, durch die längere Projektdauer entstehen Mehrkosten von rund acht Millionen Euro.

So wurde etwa die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten widerrufen, weil die Angebote über der vorgegebenen Kostenobergrenze von 49,4 Millionen Euro lagen. Im neu aufgesetzten Verfahren hat jetzt der Aufsichtsrat der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft den Zuschlag an die Bietergemeinschaft Porr/Pittel+Brausewetter erteilt. Sie sei der beste von drei Bietern gewesen und klar unter dem Kostendeckel gelegen, teilte die Parlamentskorrespondenz mit.

Gesamtkostenrahmen von 352,2 Millionen Euro
Die Mehrkosten von acht Millionen Euro wegen der Preisanpassung und der längeren Nutzung der Ausweichquartiere würden durch die Optimierung der Vergaben, sonstige Einsparungen und aus Reserven ausgeglichen, hieß es. Der im Gesetz fixierte Gesamtkostenrahmen von 352,2 Millionen Euro werde eingehalten.

"Sorgsamer Umgang mit Steuergeld hat Priorität"
"Für uns haben der sorgsame Umgang mit Steuergeld und die Einhaltung des gesetzlich festgelegten Kostenrahmens absolute Priorität", sagt Parlamentsvizedirektor und Projektleiter Alexis Wintoniak. Die aufwendigen und zeitraubenden Verhandlungsverfahren zu den einzelnen Ausschreibungen seien unumgänglich gewesen - und der Umweg habe sich bezahlt gemacht.

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