13.12.2017 20:33 |

Krise um Jerusalem

Erdogan: "Hey Trump, Israel ermordet Kinder!"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Foltervorwürfe gegen Israel erhoben und dem Land jeden Anspruch auf Jerusalem als Hauptstadt streitig gemacht. "Das Schicksal Jerusalems kann nicht einem Land überlassen werden, das sich von Blut ernährt und seine Grenzen erweitert, indem es Kinder, Zivilisten und Frauen brutal ermordet", sagte Erdogan am Mittwoch in Istanbul.

An die Adresse von US-Präsident Donald Trump fügte Erdogan zum Abschluss eines Gipfels der Organisation Islamischer Kooperation (OIC) hinzu: "Hey Trump! Stehst du etwa hinter diesem Israel? Hier gibt es Besatzung, hier gibt es Folter, hier gibt es Terror. Verteidigst du das etwa?" Erdogan ist amtierender OIC-Vorsitzender. Er hatte den Sondergipfel in Istanbul einberufen, nachdem Trump in der vergangenen Woche Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte.

Abbas will UN-Sicherheitsrat einschalten
Wie auch der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sprach Erdogan den USA am Mittwoch jede künftige Vermittlerrolle im Nahen Osten ab und bat um Unterstützung durch die UNO. "Wir werden uns an den UN-Sicherheitsrat wenden, damit dieser die Entscheidung auf Basis der UN-Charta aufhebt", sagte Abbas zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA.

Zuvor hatte der Sondergipfel von mehr als 50 islamischen Staaten als Reaktion auf Trumps Entscheidung Ostjerusalem als palästinensische Hauptstadt anerkannt. In der Abschlusserklärung hieß es: "Wir erklären Ostjerusalem zur Hauptstadt des palästinensischen Staates und laden alle Länder dazu ein, Palästina und Ostjerusalem als seine besetzte Hauptstadt anzuerkennen."

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