13.12.2017 17:14 |

Aufräumarbeiten:

Kampf gegen Schäden: Orkan riss Putz von Häusern

Beim Einsatz gegen die Sturmschäden durch Orkan "Yves" wird das gesamte Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Der Föhnsturm tobte so heftig, dass sogar der Putz von Häusern gerissen wurde, Fluten haben 20 Meter der Seeberg Straße weggerissen. Tausende Helfer stehen im Einsatz, das Land kündigt Hilfe für Betroffene an.

Der Wind wurde immer lauter. Dann riss der Sturm die Fensterbänke mit, aus den Lampen kam Wasser. Sogar der Verputz wurde von der Mauer gerissen - so schildert Stefan Kovalcsik, wie er den Orkan in Eisenkappel erlebet hat. Auch zwei Tage nach der Katastrophe müssen er und seine Familie ohne Wasser auskommen. An die 1000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom. "Die Schäden sind teilweise so massiv, dass wir nur Schritt für Schritt vorankommen", heißt es bei der Kärnten Netz GmbH. 170 Monteure sind im Kampf gegen die Sturmschäden im Einsatz.

1775 Feuerwehrmänner bei Aufräumarbeiten

Das Bundesheer hat am Mittwoch eine Pionierkompanie mit 97 Soldaten in den Katastropheneinsatz entsandt. Für die Unterstützung aus der Luft wurde ein "Black Hawk" Hubschrauber angefordert. In den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt Land mussten die Wehren zu mehr als 700 Einsätzen ausrücken.1775 Kräfte pumpten überflutete Keller aus, räumten umgestürzte Bäume von den Straßen, sicherten zahlreiche kaputte Hausdächer. In Bad Eisenkappel half ein Kriseninterventionsteam.

Einer der Helden im Kampf gegen die entfesselte Naturgewalt ist Johann Ogris aus St. Margareten. Obwohl der Orkan auch seinen Privatbesitz schwer getroffen hatte, rückte Ogris in der Sturmnacht aus: "Wir waren mit dem Feuerwehrauto eingeschlossen - es herrschte Lebensgefahr!" Am Mittwoch stand Ogris schon wieder in seinem Lebensmittelmarkt. Ohne Licht und Kühlung - aber mit dem Ehrgeiz, die Gemeinde mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Fluten rissen Straße weg

Fest steht schon jetzt: Die Naturgewalt hat Millionenschäden angerichtet. Eine der größten Baustellen ist die Seeberg Straße, die auf gut 20 Metern unterspült und weggerissen wurde. Mehrere Straßen im Bereich Eisenkappel und Ferlach bleiben weiterhin gesperrt.

Für die Sturmopfer hat das Land Mittwoch Unterstützung über das Kärntner Nothilfswerk angekündigt. Auch im Forst soll es bei der Aufarbeitung der Windschäden rasche Hilfe geben. Auf vielen Hundert Hektar knickte der Orkan Baumstämme wie Streichhölzer.

Thomas Leitner, Elisa Aschbacher, Kärntner Krone

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