10.12.2017 20:49 |

Interview

„Dürfen Kopf nicht hängen lassen! “

Erstmals nach knapp 20 Jahren an der Spitze beobachte SPÖ-Altbürgermeister Heinz Schaden den Wahlabend aus der zweiten Reihe heraus: Er stärkt Auinger weiterhin den den Rücken.

Herr Schaden, haben Sie das kommen sehen?

Wir alle wussten im Vorfeld, dass es knapp wird. Harald Preuner profitiert natürlich davon, dass er der Stadtregierung schon weit länger angehört als Bernhard Auinger. Insofern finde ich das Ergebnis ohnehin beachtlich: Beide waren fast gleich stark, dem Bernhard ist eine unvergleichliche Aufholjagd gelungen.

Woran hat es gelegen?

Es sind im Moment einfach generell keine guten Rahmenbedingungen für die Sozialdmeokratie. Er musste einen Wahlkampf gegen den Wind führen und hatte nur wenig Zeit.

Wie nervös waren Sie denn im Vorfeld?

Sehr! Fast noch mehr als bei meinen eignen Wahlen. Zur Urne bin ich heute aber nicht geschritten, meine Frau und ich haben unsere Stimmen bereits vor ein paar Tagen per Briefwahl abgegeben. Wir wollten uns den Sonntag für Unternehmungen in der Natur frei halten, falls das Wetter mitspielt.

Noch im Sommer stand Ihnen Auinger nach der nicht rechtskräftigen Verurteilung im Swap-Prozess tröstend bei, heute Abend mussten Sie ihm Trost spenden.

Ich hab ihn einfach umarmt und ich ihm gesagt , dass er eine unglaubliche Leistung in den vergangenen Wochen abgeliefert hat. Er darf jetzt den Kopf nicht hängen lassen. Er ist und bleibt einer meiner engsten Freunde. Ich war selbst sechs Jahre Vize und habe es dann doch noch zum Stadtchef geschafft. Insofern hat er noch alle Möglichkeiten.

Was bedeutet der Farbwechsel in Salzburg jetzt auf lange Sicht?

Wichtig ist, dass Salzburg weiterhin selbstbewusst nach außen auftritt. Wir sind eine Kulturmetropole und ein prima Wirtschaftsstandort. Ich will jetzt keine Ratschläge geben, aber man kann auf die Stärken aufbauen auch auf die internationalen Beziehungen.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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